Truth Hurts – Truthfully Speaking

Was Dr. Dre anpackt, das wird ein Hit. Nun hat er sich mit Truth Hurts erstmals in der noch jungen Geschichte seines Label Aftermath an ein Album einer Frau gewagt. Und schon ist wieder ein Hit geboren. „Addictive“ die erste Single kommt nicht nur mit Hip-Hop Veteran Rakim als Gast sondern auch gleich mit indischen Klängen.

Der ungewohnte Sound beförderte den Song nicht nur in den Charts weit nach oben, sondern auch aus den USA heraus. Ein kluger Inder muss ihn wohl gehört haben und sich dem Original erinnert haben. Streitereien wegen ungeklärter Samples sind nun im Raum. Was uns nicht vom weiteren hören des Albums „Truthfully Speaking“ abhalten soll. Ein Kollege von mir – wahrlich er hielt das Album noch vor mir an seine Gehörgänge – sagte, ich sehe hier noch 13 weitere mögliche Singles.

Ein großes Lob! 14 Tracks sind doch auf dem Album nur drauf. Als mögliche Single wird der Song „The Truth“ gehandelt. R. Kelly war hier mit Truth Hurts im Studio, wegen seiner anhängenden Gerichtsverfahren – wir kennen die Geschichten – wird er wohl nicht im Video auftauchen. Truth Hurts will den Song gerne veröffentlichen, weil sie ihn gut findet, nicht um R. Kelly zu verurteilen. Mein Lieblingstrack ist aber die Uptempo Nummer „I´m Not Really Lookin´“.

Von Slow über Midtempo bis Uptempo, alles ist dabei. Das Debütalbum von Truth Hurts ist gelungen und sollte in keiner Black Music Sammlung fehlen.

Künstler: Truth Hurts | Album: Truthfully Speaking | Label: Aftermath | VÖ: 23. Juli 2002 | Album des Monats: September + Oktober 2002

Über Jörg Wachsmuth 648 Artikel
Jörg Wachsmuth gehört zu den beiden Gründern von rap2soul. Er ist Chefredakteur des Portals. Wachsmuth gehörte zur OffAir-Crew von Kiss FM Berlin, war von 1994 bis 2005 Moderator und Redakteur bei Radio Jam FM und ist aktuell Moderator von Radio BHeins in Potsdam. Der ausgebildete PR-Berater und Journalist ist auch Mitglied der Jury 25 "Soul, R&B und Hip Hop" beim Preis der deutschen Schallplattenkritik e.V.