Jaheim – Still Ghetto (weitere Kritik)

von Torsten Williamson-Fuchs am 20. März 2003

in Album des Monats,Soul / R&B



Mit “Ghetto Love” hat Jaheim 2001 ein nicht alltägliches Debüt präsentiert. Nicht alltäglich deshalb, weil es ihm gelang, Street-Attitüden und den Soul der 70er schmerzlos zu vereinen. Seitdem wird der Mann von den Bewunderern eines Marvin Gaye genauso geschätzt wie von denen eines 2 Pac.

Mit “Still Ghetto” unterstreicht er seinen offensichtlichen Anspruch, eine Art “King of Hip-Hop/Soul” zu sein: einmal mehr ist Jaheim die männliche Ergänzung zu Mary J Blige. Das Duett der beiden, “Beauty and Thug”, bringt die Essenz der Platte auf den Punkt: Der Soul der Väter wird mit den pulsierenden Beats des Hip-Hop modernisiert.

Auch die anderen Dutzend Songs strahlen diese wohlige Wärme aus. Schon nach der Single “Fabulous” war klar, dass die LP zum Pflichtfach des modernen R&B im neuen Jahr wird. Traurig nur, dass sich Platten wie die von Jaheim (oder Tank und Glenn Lewis) in Deutschland einfach nicht (in Größenordnungen) verkaufen lassen.

Künstler: Jaheim | Album: Still Ghetto | Label: WEA | VÖ: 3. März 2003 | Album des Monats: Januar 2003

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