50 Cent – Get Rich Or Die Tryin‘ (weitere Kritik)

Das diese Platte in den USA Verkaufsrekorde bei Debüts bricht, liegt an glücklichen Zufällen. Da ist die fast perfekte Hitsingle „In Da Club“, die Clubgänger und Clipseher gleichermaßen flasht. Eine ganze Jugendkultur ruft: „Go, Go Shorty – It’s Your Birthday“.

Da ist der gewaltige Schub durch einen Soundtrackbeitrag für „8 Mile“. Und da ist die Aschenputtelstory vom mit vernarbten Schusswunden übersäten Vollwaisen, dessen Raps Eminem begeistern und zum Millionendeal mit Dr. Dre’s Imperium führten. Die beiden zeichnen auch noch als executive producers verantwortlich.

Bei nüchterner Betrachtung ist „Get Rich Or Die Tryin'“ nichts weiter als ein Gangsta-Rap-Album in der langen Tradition entsprechender Produktionen von Dr. Dre. 50 Cent’s schnodderiger Reimstil ist für sich genommen nicht auffällig, er fügt sich aber passgenau in das Soundgefüge ein. Dazu kann dem Album eine Durchhörbarkeit bescheinigt werden, die bei Hip-Hop-Platten bei leibe nicht selbstverständlich ist. Kopfnickfaktor neun auf einer Skala von null bis zehn.

Künstler: 50 Cent | Album: Get Rich Or Die Tryin‘ | Label: Shaddy Records | VÖ: 11. Februar 2003

Über Torsten Fuchs 528 Artikel
Torsten Fuchs ist ein Experte der Black Music und bereits früh als Redakteur zu rap2soul gekommen. Torsten schreibt CD-Kritiken für mehrere Magazine. Als Moderator war er für JAM FM tätig, zuvor war er auch bereits bei Radio PSR und als Showhost bei MDR Sputnik. Torsten Fuchs ist Mitglied beim Preis der Deutschen Schallplattenkritik e.V. in der Jury für "Hip Hop, Soul, R&B".

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