Ashanti – Concrete Rose (weitere Kritik)

Das dritte Album ist (auch wenn die New Yorkerin im Intro – natürlich – das Gegenteil behauptet) die bislang schwächste Veröffentlichung von Ashanti – ihre Weihnachtsplatte mal außen vor gelassen. Die meisten der 13 Songs plätschern mit einer Unverbindlichkeit vor sich hin, die nach dem vielversprechenden Debüt aus dem Jahr 2001 und dem Follow Up „Chapter II“ einfach nur enttäuscht.Die Produzenten haben sich auch nicht darum geschert, dass Ashanti eben nicht so soulful intoniert wie Mary J Blige. Wenn die Platte von Kolleginnen wie Mya oder Monica eingesungen worden wäre – bemerkt hätte es sicher niemand.

Natürlich gibt es Ausnahmen: die Single „Only U“ passt schon und „Turn It Up“ versetzt jeden in Feierlaune, aber bemerkenswerte Stücke sind selten gesetzt. Es ist großindustriell gefertigter Modern R&B mit kalkuliertem Hang zum Pop.

Die Künstlerin wird da schnell zur Nebensache… eine Klippe, die Kollegin Beyonce Knowles bislang immer umschiffen konnte. Ashanti gelingt dies auf ihrem dritten Album leider nicht.

Künstler: Ashanti | Album: Concrete Rose | Label: The Inc. | VÖ: 14. Dezember 2004

Über Torsten Fuchs 527 Artikel
Torsten Fuchs ist ein Experte der Black Music und bereits früh als Redakteur zu rap2soul gekommen. Torsten schreibt CD-Kritiken für mehrere Magazine. Als Moderator war er für JAM FM tätig, zuvor war er auch bereits bei Radio PSR und als Showhost bei MDR Sputnik. Torsten Fuchs ist Mitglied beim Preis der Deutschen Schallplattenkritik e.V. in der Jury für "Hip Hop, Soul, R&B".

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