Nas – Hip Hop is Dead

In den letzten Jahren hat sich der Hip-Hop verändert. Ob man deswegen aber sein Album „Hip Hop Is Dead“ nennen sollte, so wie es Nas mit seinem mit Spannung erwarteten Debüt auf dem DefJam Label getan hat? – Es gibt halt Dinge die sind faul im Biz, die stinken zum Himmel und Nas ist bereit sie beim Namen zu nennen. Mit dem Album „Hip Hop Is Dead“ zeigt er aber vor allem eines: Der Hip-Hop lebt.

Die Liste der Gäste von Rapper Nasir Jones kann sich dabei wieder einmal sehen lassen. The Game, Kanye West, Damien Marley und Mister Snoop Dogg waren mit im Studio.

Seit seinem 94er Album „Illmatic“ und bereits davor, beobachtet und begleitet Nas bereits den Hip-Hop, hat als B-Boy angefangen, kennt das Biz. Manche bezeichnen ihn inzwischen schon als das Gewissen des Hip-Hops.

Das Nas ausgerechnet mit Langzeit Widersacher Jay-Z den Schulterschluss macht, sicher auch ein Zeichen. Jay-Z ist immerhin der Boss seines neuen Labels DefJam. Das Album, wie von Nas gewohnt, einfach nur genial. Nas gehört in den Schrank, in den CD-Player oder auf den MP3-Stick. Aber warum ist der Hip-Hop tot?

„Wenn ich sage, dass Hip-Hop tot ist, dann meine ich damit eigentlich, dass ganz Amerika am Ende ist“, erklärte Nas weiterhin. „Es gibt heutzutage keine politischen Stimmen mehr. Die Musik ist leblos. Unser ganzes Denken ist tot, unser Kommerz ist tot. Alles nur Erdenkliche ist in dieser Gesellschaft schon ausprobiert und abgehakt worden. Das ist die Sackgasse, in der wir uns als Nation befinden.“

Künstler: Nas | Album: Hip Hop is Dead | Label: Def JAM / Universal Records | VÖ: 15. Dezember 2006

Über Jörg Wachsmuth 778 Artikel
Jörg Wachsmuth gehört zu den beiden Gründern von rap2soul. Er ist Chefredakteur des Portals. Wachsmuth gehörte zur OffAir-Crew von Kiss FM Berlin, war von 1994 bis 2005 Moderator und Redakteur bei Radio Jam FM und später als Moderator von Radio BHeins in Potsdam (2015 - 2018). Aktuell ist er Chef und Morgenmoderator bei PELI ONE - Dein neues Urban Music Radio. Der ausgebildete PR-Berater und Journalist ist auch Mitglied der Jury 25 "Soul, R&B und Hip Hop" beim Preis der deutschen Schallplattenkritik e.V.