Guru´s Jazzmatazz rockt Berlin – Live-Auftritt im Quasimodo (Eindrücke und Bilder eines schönen Konzerts)

Er ist einer dieser Rap-Urgesteine. Schon gemeinsam mit DJ Premier sorgte Guru für Furore. Die Hip Hop Formation GangStarr gehört zu dem Besten, was die Rap-Musik gesehen hat. Wir reden von Texten, Beats, Sounds und irgendwo auch der Show von Rapper Guru.

GURU´s Jazzmataz live Berlin, 12.11.2008 Quasimodo (Foto: rap2soul Mobile)
GURU´s Jazzmataz live Berlin, 12.11.2008 Quasimodo (Foto: rap2soul Mobile)

Sein ursprüngliches Solo-Projekt Guru´s Jazzmatazz nimmt in der Zwischenzeit den Hauptteil von Guru´s Zeit in Anspruch. Das Projekt ist Guru und ist inzwischen in der vierten Runde.

Das aktuelle und immer noch neue Album hat rap2soul bereits vorgestellt, im Sommer 2007. Der Herbst 2008 brachte den Guru live. Ein einziges Konzert hat Guru mit dem Superproducer und CEO des neuen Labels 7GRAND für Deutschland geplant. Die Formation GURU´s JAZZMATAZZ feat. SOLAR AND THE 7GRAND PLAYERS hat sich dafür ausgerechnet das kleine Berliner Quasimodo ausgewählt. Der Jazz-Keller unter dem ehrwürdigen Delphi-Kino in der Berliner Kantstraße ist eine Legende. Seit über 30 Jahren finden hier Konzerte mit den Größen der Jazz- und Soul-Welt statt.

Kein Wunder also, das Guru sich bedankte und erklärte „Es war mir eine Ehre im Quasimodo aufzutreten“. Ein Konzert in Wien haben wir noch gefunden.

GURU´s Jazzmataz live Berlin, 12.11.2008 Quasimodo (Foto: rap2soul Mobile)
GURU´s Jazzmataz live Berlin, 12.11.2008 Quasimodo (Foto: rap2soul Mobile)

Voll war das Quasimodo, trotz des für den Laden recht ungewöhnlich hohen Eintrittpreises. Es war so voll, das wir Probleme hatten von Guru Bilder zu machen. Hier gibt es keinen Fotograben, dafür sehr engen Kontakt zur Bühne. Das ist sicher schöner als die dagegen große Columbia-Halle in der Guru vor gut 5 Jahren aufgetreten war, auch mit dem Jazzmatazz. Das ist schon eine Weile her.

Guru enterte die Stage, es war gut 20 vor elf. Das Quassi kochte. Die Fans begeistert, als Superproducer, CEO und Rapper Solor fragte, ob Berlin bereit ist für Guru´s Jazzmatazz. Das ist dann Jazz-Rap oder wie nennt man so etwas.

Die Show war eine Mischung aus klassischem Material, Songs vom vierten Jazzmatazz Album und einem Ausblick auf die Zukunft. 2009 kommt ein neues Album.

Guru hatte viel zu sagen. Der Wortanteil war hoch, zwischen den Songs. Die Fans feierten ihren Star. Das Publikum war nicht jung, nicht diese jungen Rapper die zu Bushido, Sido oder 50 Cent abgehen. Der Altersschnitt deutlich Ü30, vielleicht sogar schon kurz vor der 40. Seht wie auch diese Generation, aufgewachsen mit „Real Hip Hop“ von Gangstarr, von Guru, Public Enemy, Ice-T, Ice Cube, 2Pac, Dr. Dre und wie sie heißen zu Hip Hop abgehen kann. Können wir in Zukunft von Senior-Skool und Young-School reden?

GURU´s Jazzmataz live Berlin, 12.11.2008 Quasimodo (Foto: rap2soul Mobile)
GURU´s Jazzmataz live Berlin, 12.11.2008 Quasimodo (Foto: rap2soul Mobile)

Es wurden viele Gangstarr-Songs gespielt am 12. November 2008 in der Berliner Kantstraße. Es gab eine kurze Pause, fünf Minuten, technische Probleme. Ein Mikrofon hatte versagt. Dann ging es weiter. „Ex-Girlfriend“, „Jazz Thing“, Songs aus Alben wie „Step In The Arena“, „Moment Of Truth”, “Full Clip” oder “Mass Appeal”.

Der Abend Guru war gelungen, gute 90 Minuten hielt der Rapper durch, dann verteilte er CDs und schrieb Autogramme.

Es muss diese Nähe zwischen Künstler und Publikum sein, die den unglaublichen Reiz des Quasimodo ausmacht. Wir freuen uns schon auf die nächsten Rap-, Soul- oder Jazz-Nights.

Über Jörg Wachsmuth 818 Artikel
Jörg Wachsmuth gehört zu den beiden Gründern von rap2soul. Er ist Chefredakteur des Portals. Wachsmuth gehörte zur OffAir-Crew von Kiss FM Berlin, war von 1994 bis 2005 Moderator und Redakteur bei Radio Jam FM und später als Moderator von Radio BHeins in Potsdam (2015 - 2018). Aktuell ist er Chef und Morgenmoderator bei PELI ONE - Dein neues Urban Music Radio. Der ausgebildete PR-Berater und Journalist ist auch Mitglied der Jury 25 "Soul, R&B und Hip Hop" beim Preis der deutschen Schallplattenkritik e.V.

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