Various Artists – Funk Ain’t A Word

Eine Compilation-Reihe, die Sinn macht und keiner billigen Verwertungsvorschrift folgt, ist die Serie “The Manifesto Of Groove”, die ihre elfte Fortsetzung erfährt. Wie schon vor sieben Jahren auf dem Brown Sugar-Sampler „Let There Be Funk“ wird FUNK erneut in Großbuchstaben geschrieben.

Various Artists – Funk Ain’t A Word (Cover)
Various Artists – Funk Ain’t A Word (Cover)

Fast schon plakativ durchzieht dieser Genrename jeden der 13 Tracks, die den Funk in Reinkultur und in Mischformen repräsentieren. Viel Jazzfunk von Markennamen wie Lou Donaldson und The Crusaders ist enthalten; Spacig Abgedrehtes von The Headhunter; Ohio-Funk von den Ohio Players sowie der frühe Disco-Funk von Poison. Schon allein deren Monster Jam „Let Me Lay My Funk On You“ aus 1975 mal wieder zu hören, ist ein triftiger Grund, diesen Sampler neben den zehn anderen Zusammenstellungen einzureihen.

Lob auch für das Begleitheft, das in bekannter Form wichtige Fakten zu den Künstlern bzw. deren Platten im Nachrichtenstil knackig aufbereitet. Kopplungen wie „Funk Ain’t A Word“ sollten eigentlich zur schulischen Musikerziehung eingesetzt werden, um bei jungen Menschen die Geschmacksbildung zu steuern. Medlock & Monrose bekämen dann vielleicht weniger Einfallstore.

Künstler: Various Artists | Album: Funk Ain’t A Word | Label: Brown Sugar/ZYX | VÖ: 13. Juni 2008

Über Torsten Fuchs 528 Artikel
Torsten Fuchs ist ein Experte der Black Music und bereits früh als Redakteur zu rap2soul gekommen. Torsten schreibt CD-Kritiken für mehrere Magazine. Als Moderator war er für JAM FM tätig, zuvor war er auch bereits bei Radio PSR und als Showhost bei MDR Sputnik. Torsten Fuchs ist Mitglied beim Preis der Deutschen Schallplattenkritik e.V. in der Jury für "Hip Hop, Soul, R&B".