Musik Downloads ohne DRM als MP3s

von rap2soul Redaktion am 14. April 2009

in News



Endlich können Musikfans legal MP3s ohne Einschränkungen durch einen lästigen Kopierschutz, der die ehrlichen Käufer benachteiligt, aus dem Internet bekommen. MP3 Tracks, die auf jedem Player laufen und bei denen man nicht an eine bestimmte Technik gebunden ist, darauf hat man lange warten müssen. Der Lernprozess der Musikindustrie war schmerzhaft und dauerte lange.

In der aktuellen Ausgabe des angesehenen Computermagazins c’t ist “Legale Online-Musik ohne DRM-Fesseln” eines der Titelthemen. Obwohl es vorher schon vereinzelte Angebote gab, dauerte es beinahe 20 Jahre seit Entwicklung des Standards MP3, bis Musikkäufer legal echte MP3-Dateien in Onlineshops kaufen konnten.

Dank Konkurrenz unter den Musikshops sinken die Preise für MP3 Songs, die Klangqualität wird ebenfalls immer besser. Allerdings gibt es dabei zwischen den verschiedenenen Downloadshops erhebliche Unterschiede.

In der Pressemitteilung des Magazins heißt es:

Aktuell sorgen gerade neue Shop-Gründungen wie Amazon MP3, Saturn und MediaMarkt für viele Schnäppchen-Angebote. Spartenanbieter bedienen ein weltweites Publikum, und viele Shops haben echte Raritäten im Programm. “Auf jeden Fall steht uns ein heißer MP3-Sommer bevor”, sagt c’t-Redakteur Sven Hansen. “Mit neuen MP3-Shops von Napster oder MSN und spannenden Komplett-Angeboten von Handyherstellern und Providern.”

Bisher wurden Musikdateien in verschiedenen Formaten und mit verschiedenen Kopierschutzverfahren angeboten, nun kann man in den meisten Downloadshops echte MP3s kaufen. Die Songs lassen sich auf jedem MP3-Player abspielen, doch eigentlich ist das Format schon lange veraltet.

Die c’t dazu:

Das Formatchaos in Online-Musik-Shops hat ein Ende: Die meisten Songs sind jetzt als freie MP3-Dateien im Angebot – ohne störende Einschränkungen, wie oft man sie brennen oder auf ein portables Gerät spielen darf. Selbst der Branchenführer iTunes hat seine Musik vom DRM befreit, setzt aber weiterhin auf das Apple-eigene Format AAC, was nicht alle Abspielgeräte beherrschen. Ganz im Gegensatz zu MP3, das alle Player abspielen können – auch der iPod, weshalb viele Shops mit den freien Dateien eine ganz neue Käuferschicht erreichen.

Der Nachteil von MP3 ist das schon recht betagte Kompressionsverfahren. Inzwischen gibt es effizientere Methoden, mit geringen Bitraten hohe Klangqualität zu erreichen. Mindestens 192 kBit pro Sekunde sollten es bei MP3 schon sein. Unterschiede zwischen den Shops wird bei dieser und höheren Bitraten kaum ein Kunde wahrnehmen.

Wer Musik illegal über Tauschbörsen oder ähnliche Dienste anbietet, könnte in Zukunft aber von den Rechteinhabern aufgespürt werden.

Zur Identifizierung von Dateien, die in Tauschbörsen landen, sind immer wieder spezielle und technisch aufwendige Wasserzeichen im Gespräch. Einige Anbieter verzichten offiziell komplett darauf; eine stichprobenartige Untersuchung der c’t-Redaktion konnte keine Dateien mit Wasserzeichen auffinden.

Wer mehr zu diesem Thema wissen möchte, schaut am besten einmal in die c’t hinein.

Quelle: Pressemitteilung

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