Obwohl die Dancehall-Welle in Deutschland deutlich abgeebbt ist, läuft die Sean Paul-Hitmaschine weiter auf Hochtouren. Nach bewährtem Konzept: die charismatische Stimme des Mannes dirigiert die harten Beats in eine Richtung, mit der sowohl Dancehall-Freaks als auch durchschnittliche Popkonsumenten auf einen gemeinsamen Nenner gebracht werden (was neben Sean Paul in den letzten Jahren nur Beenie Man fertig gebracht hat).
19 fette und energiereiche Tracks mit bestechend hoher Qualität sind auf dem Album zusammengekommen. Sichere Floorfiller wie „Lace It“ und „Press It Up“ sind zuhauf zu finden, was die Auswahl der Singles erschweren wird. Allein „So Fine“ dürfte einschlagen wie „Get Busy“ aus dem Jahr 2002. Mit Lover’s Rock orientierten Stücken wie „Pepperpot“ und „Straight From My Heart“ setzt der Sänger treffsicher Ruhepunkte.
Sean Paul meidet dabei experimentelle Abweichungen von seiner Linie wie der Teufel das Weihwasser. Alle Produktionen aus der Modellreihe des Jahres 2009 hätten auch auf seinem Erfolgsalbum „Dutty Rock“ gekoppelt sein können. Dazwischen liegen immerhin sieben Jahre; eine halbe Ewigkeit für den schnelllebigen Dancehall Reggae (wer spricht heute beispielsweise noch von Frankie Paul oder General Degree?). Und noch immer markieren Stücke von Sean Paul den ‚state of the art’ des Genres.
Künstler: Sean Paul | Album: Imperial Blaze | Label: VP Records/Atlantic | VÖ: 14. August 2009








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