„X Factor“: Aus für Sarah Connors Schützling Pino Severino

Logo X Factor™ (Foto: FremantleMedia Ltd & Simco Ltd)

Am Dienstag, den 19. Oktober 2010 ist es wieder so weit. Vox zeigt X-Factor die ursprünglich US-amerikanische Castingshow, die von Simon Cowell entwickelt und produziert wurde, läuft seit August diesen Jahres erst auf RTL und nun auf Vox und erfreut sich dort großer Beliebtheit. Ein besonderes Highlight dieses Castingshow-Formats ist, dass Sarah Connor in der Jury sitzt und die Kandidaten somit neben Till Brönner und George Glueck mitbeurteilt. Für alle, denen nur der Name Sarah Connor etwas sagt und die anderen beiden Jury-Mitglieder unbekannt sind, sei gesagt, dass Till Brönner ein deutscher Jazz-Musiker und Komponist ist und George Glueck Musikproduzent.

Teuflisch gute Stimmen, Auftritte mit Nervenkitzel, weltbekannte Gaststars und rege Jury-Diskussionen – in der vierten großen Live-Show mit dem vielsagenden Thema „Mystery Night“ sorgten die Top 6 der „X Factor“-Kandidaten gestern Abend bei VOX für jede Menge Thrill und Hochspannung.

Den Auftakt der Show machte der erst 18-jährige Solokünstler Marlon Bertzbach aus Sarah Connors Kategorie der 16- bis 24-Jährigen. Doch mit seiner ganz eigenen Version des „Cranberries“-Songs „Zombie“ konnte der Schüler mit der gefühlvollen Stimme die Jury nicht überzeugen: „Ich habe wirklich mit dir mitgefiebert, dass du heute jeden Ton triffst und dich im Vergleich zu letzter Woche steigerst“, so Juror George Glueck. Auch Mentorin und „Löwenmama“ Sarah Connor räumte ein: „Ich glaube, in diesem Falle hat die Jury recht. Du hattest heute nicht deinen besten Tag. Ich weiß, dass du sehr viel mehr kannst und ich bete, dass die Zuschauer dir noch eine Chance geben – und dann müssen wir beide hart zusammen arbeiten.“

Standing Ovations dagegen im Anschluss für die 25-jährige Edita Abdieski. Till Brönners Schützling überzeugte mit dem Power-Song „Heavy Cross“ von „Gossip“. Sarah Connor und George Glueck sahen Edita damit bereits sicher in der nächsten Runde, doch Mentor Till Brönner mahnte zur Vorsicht: „Es gibt Leute, die meinen, du bist schon im Finale. Das bist du aber nicht. Da müssen wir beide jetzt ganz vorsichtig sein.“ Dennoch sein eindeutiges Urteil: „Die Menschen kennen deine Geschichte – du hast dich von ganz unten raufgearbeitet. Es ist die Geschichte aus der die großen Träume sind. Ich bin schwerst stolz auf dich.“

Der 18-jährige Solist Pino Severino holte sich vor seinem „X Factor“-Auftritt Tipps von keinem geringeren als Welt-Star Usher. Denn mit seiner Performance von „Sympathy for the Devil“ von den „Rolling Stones“ unterhielt der gebürtige Kölner einmal mehr die Zuschauer nicht nur mit Gesang, sondern auch mit einer powergeladenen Tanzeinlage. Die Bühnenshow sorgte für Diskussionsstoff unter den Juroren. Insbesondere George Glueck ließ sich nicht überzeugen: „Dass du auf die Bühne gehörst respektiere ich, aber auf welche, das ist die Frage.“ Mentorin Sarah Connor sprach ihrem Schützling dagegen ein großes Kompliment aus: „Du hast mal wieder gezeigt, dass du direkt in den Tourbus einsteigen könntest. Du bist in der Lage auf den Punkt eine Bühnenperformance abzurufen – mit Gesang, Tanz, allem. Großen Respekt und ein großes Kompliment.“

Nach einer aufwendigen Bühnenshow in der vergangenen Woche, zeigte der 24-jährige Mati Gavriel gestern Abend eine neue Facette. Er wagte sich nur mit seiner Gitarre an das Lied „Hallelujah“ in der Version von Jeff Buckley und bekam dafür erstmals wieder ein eindeutiges Urteil aller drei „X Factor“-Juroren: „Du bist ein echtes Ausnahmetalent“, lobte George Glueck den Musikvideoausstatter aus Berlin. „Ich fand es sensationell“, so Till Brönner. Die fast sprachlose Mentorin Sarah Connor bescheinigte ihrem Schützling gar einen „magischen Moment auf der Bühne“. Ihr Urteil: „Hier steht der Mann mit dem X Factor.“

Mit den Worten „Unendliche Liebe, unendliches Glück“ kündigte „X Factor“-Juror Goerge Glueck seinen letzten noch im Wettbewerb verbliebenen Act an. Die vier Hamburger Ladys von „Big Soul“ überraschten mit ihrer Version von Michael Jacksons „Thriller“ – und stießen auf geteilte Jury-Meinung: „Ich füge mich. Was gut ist, muss auch gut genannt werden dürfen“, urteilte Till Brönner. Sarah Connor befand, dass Big Soul „stimmlich nicht auf ihrem Höhepunkt waren“. Für George Glueck ist der Weg des Quartetts dagegen eindeutig: „Vertraut darauf, dass ihr die steilste Lernkurve in dieser Sendung gezeigt habt. Jeder kann das sehen und hören. Macht weiter so!“

Als letzter „X Factor“-Kandidat trat der 30-jährige Anthony Thet mit seiner Gitarre auf die Bühne. Doch nach deutlicher Kritik vergangener Woche konnte der Wahlberliner auch in dieser Woche mit dem Song „Black Hole Sun“ von Soundgarden die Juroren Sarah Connor und George Glueck nicht überzeugen. „Ich finde es schön, und ich finde es nett und mehr fällt mir zu dir nicht ein“, so Sarah. „Du hast mit dem allerersten Auftritt im Casting selber eine so hohe musikalische Latte gelegt. Damals hast du uns so dermaßen umgehauen. Seitdem warten wir immer wieder darauf, dass genau dieses Gefühl wieder entsteht“, kritisierte auch George Glueck. Till Brönner fand deutliche Worte für seine Konkurrenten in der Jury: „Ihr kommt mir vor wie verwöhnte Millionäre, die das Essen zurückgehen lassen, weil es ihnen zu gut schmeckt. Anthony – du machst alles richtig.“

Dem harten Urteil der Juroren mussten sich am Ende Anthony Thet und Pino Severino stellen. Der Wahlberliner und der Solist aus Köln erhielten die wenigsten Anrufe der Zuschauer und mussten im Gesangsduell noch einmal gegeneinander antreten. Ihre Entscheidungssongs durften die Acts selbst wählen. Anthony Thet sang „My Love is your Love“ von Whitney Houston, Pino trat mit dem Song „The Climb“ von Guy Sebastian erneut auf die „X Factor“-Bühne. Nach den beiden Auftritten mussten die Juroren die Entscheidung treffen. Dieses Mal war George Glueck das Zünglein an der Waage. Die Entscheidung fiel dem „X Factor“-Juror sichtlich schwer: „Ich ringe mit mir, weil ich mit diesem Zuschauer-Ergebnis überhaupt nicht gerechnet habe. Aber Pino, du stehst schon zum zweiten Mal hier vorne im Gesangsduell – das ist auch ein Vorentscheid für uns. Du musst die Menschen überzeugen können. Darum – derjenige, den ich jetzt nach Hause schicke und den wir nächste Woche nicht mehr sehen werden bist du.“ Damit muss erstmals auch Jurorin Sarah Connor einen ihrer Schützlinge aus dem „X Factor“-Wettbewerb ziehen lassen.

Nicht nur die „X Factor“-Kandidaten präsentierten sich gestern auf der „X Factor“-Bühne. In der 4. Live-Show traten außerdem Welt-Star Usher mit seiner aktuellen Single „DJ Got Us Fallin In Love“ sowie die deutsche Erfolgsband „Culcha Candela“ mit ihrer brandneuen Singleauskopplung „Move it“ auf.

Das Thema der 5. Live-Show am kommenden Dienstag, 19. Oktober lautet „Laut und leise“. Erstmals werden die verbliebenen Top 5 Acts dann zwei Lieder pro Show performen. Mit diesen Songs möchten sie die Zuschauer überzeugen:

Kategorie 16 – 24 Jahre / Mentorin Sarah Connor: Marlon Bertzbach (18), Schüler aus Fischerhude, singt „Closer to the Edge“ von „30 Seconds to Mars“ sowie „Nothing else Matters“ von „Metallica/ Lucie“ Mati Gavriel (24), Ausstatter für Musikvideos aus Berlin, singt „Song 2“ von „Blur“ sowie „Sexed Up“ von Robbie Williams

Kategorie 25 Jahre + / Mentor Till Brönner: Anthony Thet (30), BWL-Student aus Berlin, singt „Walk this Way“ von „Areosmith“ feat. „Run DMC“ sowie „Under the Bridge“ von den „Red Hot Chili Peppers“ Edita Abdieski (25), Kellnerin aus Köln, singt „Just like a Pill“ von Pink sowie „Russian Roulette“ von Rihanna

Kategorie Gruppen / Mentor George Glueck: „Big Soul“, Quartett aus Hamburg, singt „Sex on Fire“ von „Kings of Leon“ sowie „One“ von U2

In der 5. Live-Show ist Star-Trompeter Till Brönner gleich in doppelter Mission unterwegs: als „X Factor“-Juror und als Musik-Act auf der „X Factor“-Bühne. Erstmals und exklusiv präsentiert der dreifache Echo-Gewinner und Grammy-Nominee die Single-Auskopplung „Summer Breeze“ aus seinem brandneuen Album „At The End Of The Day“ (VÖ: 15.10.10 / Universal Music) im deutschen Fernsehen. Das Lied ist eine Coverversion des US-Nr. 1 Hits aus dem Jahre 1975 des erfolgreichen Pop-Duos Seals & Crofts.

„X Factor“: Die 5. Live-Show am Dienstag, 19. Oktober, um 20:15 Uhr bei VOX.

 

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