Kitty Kat im „Pink Mafia“ rap2soul-Interview

Kitty Kat (Foto: rap2soul/jw)
Kitty Kat (Foto: rap2soul/jw)

Am 18. März 2011 erscheint mit „Pink Mafia“ das neue zweite Album von Kitty Kat. Bereits vorab gab es mit „Fliegen üben“ eine erste Single. Im obersten Stockwerk des alten Eierspeichers an der Spree hat rap2soul-Chefredakteur Kitty Kat in Berlin getroffen. Das Face 2 Face Interview mit der Rapperin und Wahl-Berlinerin bei Universal Music.

Rap2soul: Erzähl mal etwas zu Deinem neuen Album

Kitty Kat: Hirn, Herz und Hintern. Es ist etwas Nachdenkliches dabei, es ist etwas Gefühlvolles dabei und es ist viel für den Club dabei. Das kommt von meinen vielen Auftritten nachts in den Clubs. Dabei habe ich gemerkt, die Leute wollen Spaß haben. Es ist schlauer also etwas zu haben um Party zu machen.

Rap2soul: Es gibt einen Trend im Hip Hop zu mehr Elektro und Party, sowie bei den Atzen…

Kitty Kat: Doch ich zähl mich auch zum Hip Hop, Hip Hop und Pop oder mal mit Reggae, aber ich bin schon auf Hip Hop. Aber bei mir ist das so, wenn du mal in meinem ersten Album in den Track „Heiß“ reinhörst, der ist ganz genau so etwas und den habe ich schon vor den Atzen gemacht. Ich merke dass es funktioniert und möchte den Partysound in den Clubs bringen. Ich mache es aber nicht weil es gerade modern ist, sondern ich feiere es selber. „Heiß“ ist drei Jahre alt, damals bin ich schon in die Richtung gegangen. Auf meiner ersten Single sage ich auch: Hip Hop ist tot, scheiß drauf, ich rap auf jeden Beat.

Rap2soul: Und der Hip Hop, ist er nun tot oder lebt er weiter?

Kitty Kat: Der Hip Hop ist nicht tot, aber er ist kleiner geworden.

Kitty Kat und Jörg Wachsmuth (Foto: rap2soul/jw)
Kitty Kat und Jörg Wachsmuth (Foto: rap2soul/jw)

Rap2soul: Du hast jetzt einen Major-Deal bei Universal, immer wieder kommt der Vergleich mit Sabrina Setlur…

Kitty Kat: Ich hab immer gesagt, ich will nicht wie Sabrina sein, aber sie ist die einzige die es immer wieder ins Fernsehen, in die Bravo geschafft hat. Das ging fünf, sieben Jahre und ich dachte wo bleiben sie, da kommt niemand mehr nach, scheinbar warten sie auf mich. Das habe ich schon mit 16, 17 gedacht. Ich hab aber nie damit gerechnet, dass es jetzt passiert, dass niemand nachkommt.

Rap2soul: Du hast gerade das Video in Berlin gedreht zu Deiner ersten Single „Fliegen üben“, erzähl uns etwas dazu.

Kitty Kat: Ja, sie ist mit Megaloh. In „Fliegen üben“ geht es darum, das man auf die Fresse fliegen üben muss. Das Video haben wir gerade gedreht, bei -13 Grad, mir war Arsch kalt. Ich hab so gelitten, ich hoffe, dass es sich gelohnt hat. Das mach ich nicht noch mal, wenn es sich nicht gelohnt hast. In dem Video geht es um Party machen und mit den Freunden um die Häuser ziehen und chillen. Aber es war schön, das Video zu drehen.

Rap2soul: Am Freitag kommt Dein Album „Pink Mafia“, wie geht es weiter mit Kitty Kat?

Kitty Kat: Es wird auf jeden Fall noch ein drittes Album geben. Wenn es nach mir geht auch noch ein viertes, fünftes und sechstes. Aber es kommt darauf an, wie es mit Kitty Kat läuft, wenn es nicht läuft, muss ich mir auch noch ein Job suchen. Aber ich produziere, ich schreibe Songs von Popstars bis Schlager. Ich bin total drin in dem Musik Ding. Vom Video, über die Fotos bis zu den Songs, ich mach viel selber. Ich werde sicher auch selber eigene Künstler produzieren, vielleicht schon in einem halben Jahr.

Rap2soul: Und die Inspiration für Dein Album

Musikvideo Kitty Kat"Fliegen üben" (Foto: Universal)
Musikvideo Kitty Kat"Fliegen üben" (Foto: Universal)

Kitty Kat: Ich schreibe alle meine Songs selber, weil die Texte aus mir heraus kommen. Der Song „Verzeih mir“ über die Abtreibung ist nichts Erfundenes. Ich habe mit 17 Jahren abgetrieben und darüber erzähle ich. Das hat vorher keiner so gemacht, das ist mein eigenes Leben. Da kommt meine Inspiration her. Vielleicht kann ich jemanden damit helfen, vor Fehlern schützen. „Verzeih mir“ ist für mich der wichtigste Track, ich musste die ganze Zeit weinen, weil ich mich persönlich entschuldige für etwas, was ich getan habe.

Rap2soul: Welche sind Deine Vorbilder?

Kitty Kat: In Amerika, Lil Kim, Mary J Blige, Missy Elliott, Notorious BIG, DMX, Jay-Z. Ich bin damit aufgewachsen, es waren die Künstler nach der Schule im Fernsehen. Wir sind in die Stadt gegangen, haben die Outfits gekauft. Ich bin in Augsburg aufgewachsen, wir hatten drei US-Kasernen. Bei mir war sowieso alles amerikanisch.

Zum neuen Video „Fliegen üben“ hier unsere Bilder-Galerie mit aktuellen Fotos von Kitty Kat:

 

Über Jörg Wachsmuth 758 Artikel
Jörg Wachsmuth gehört zu den beiden Gründern von rap2soul. Er ist Chefredakteur des Portals. Wachsmuth gehörte zur OffAir-Crew von Kiss FM Berlin, war von 1994 bis 2005 Moderator und Redakteur bei Radio Jam FM und ist aktuell Moderator von Radio BHeins in Potsdam. Der ausgebildete PR-Berater und Journalist ist auch Mitglied der Jury 25 "Soul, R&B und Hip Hop" beim Preis der deutschen Schallplattenkritik e.V.

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