Deutschrap-Doppelspitze in den deutschen Charts

Die beiden ersten Plätze in den deutschen Verkaufscharts besetzen diese Woche Künstler, die man im weitesten Sinne dem deutschen Hip-Hop zuordnen kann: Cro und Casper. Andererseits sind beide Künstler keine typischen Deutschrapper, sondern beide bedienen sich reichlich bei anderen Genres.

Cro bringt seine Raps sehr relaxt und poppig-locker an die Fans. Casper dagegen bedient sich eher im Bereich Rock und verleiht seinen Songs so mehr Kraft und Aggressivität. Hätte Cro sein „RAOP“ nicht vor ein paar Wochen veröffentlicht, wäre Casper jetzt wohl ganz oben. Wie weit man nach oben kommt, ist halt auch eine Frage davon, was die Konkurrenz gerade veröffentlicht.

Über die Entwicklung in den deutschen Charts schreibt media-control in der wöchentlichen Pressemitteilung:

>>Deutscher Sprechgesang ist Trumpf in den Album-Charts von media control. Und das nicht nur, weil Panda-Rapper Cro mit „Raop“ bereits zum vierten Mal hintereinander die Zügel fest in der Hand hält. Direkt hinter dem Stuttgarter mischt jetzt auch Genrekollege Casper mit. „Der Druck steigt“ heißt der Mitschnitt seiner umjubelten Live-Performance, die von null auf zwei schießt und den dritten LP-Charterfolg des Newcomers perfekt macht.

Trotz der Rap-Offensive rocken Linkin Park ungehemmt weiter und verteidigen mit „Living Things“ Rang drei. Die kalifornische Band Testament gehört zu den bekanntesten Vertretern des Trash Metal und gehört auch drei Jahrzehnte nach ihrer Gründung nicht zum alten Eisen. Bis zu den „Dark Roots of Earth“ dringt sie aus dem Stand bis an die vierte Stelle vor.

Mike Oldfield feierte mit Titeln wie „Moonlight Shadow“, „To France“ und „Five Miles Out“ große Erfolge. Sie alle sind jetzt auf der Hitsammlung „Two Sides: The Very Best Of Mike Oldfield“ versammelt, die neu auf 22 debütiert.

R.I.O. feat. U-Jean haben sich dem 2000er-Hit „Summer Jam“ angenommen, der The Underdog Project ein One-Hit-Wonder bescherte. Die aktuelle Version legt auf der Sieben den besten Neueinstieg in den Single-Charts hin.

Nicht in ihrer kanadischen Heimat, sondern im fernen Berlin drehte Alanis Morissette das Video zu „Guardian“, das eine Liebeserklärung an die deutsche Hauptstadt und Wim Wenders Kultfilm „Der Himmel über Berlin“ ist. Zum Dank winkt in den Charts der 15. Platz.

Dass die „Feinde deiner Feinde“ zwangsläufig deine Freunde sind, erkennen Frei.Wild, die es auf Position 19 krachen lassen. Die ersten beiden Medaillen gehen derweil erneut an Lykke Li („I Follow Rivers“) und Asaf Avidan & The Mojos mit „One Day / Reckoning Song (Wankelmut Remix)“.<<

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