Die zehn besten R&B-Alben 2012

rap2soul Box chartsDas Jahr nimmt ein Ende und man blickt zurück. Ich habe dieses Jahr dutzende an Alben physisch gekauft, gestreamt und digital heruntergeladen. Nach einem überaus sorgfältigen Auswahlverfahren – Schmunzel – habe ich nun die wohl besten R&B- Alben des Jahres 2012 zusammengestellt. Ihr solltet in die Top 5 zumindest, einmal hineingehört haben. Vorab: Besonders enttäuscht haben mich die wirklich höchstens mäßigen Alben von Chris Brown, Monica, Melanie Fiona und Trey Songz. Auch Superstars wie Alicia Keys und Usher konnten mich nicht ganz beeindrucken. Eigentlich hat das genau zwei Gründe. Entweder wird mir zu viel mit Dance-Musik herumgepfuscht (Usher, Chris) oder die Songs sind einfach ein wenig zu öde geworden (Keys, Fiona, Monica). Naja oder sie sind schlicht schlecht (Songz). Musik ist am Ende des Tages jedoch subjektiv. Hier ist aber mal mein Ranking: Interessant ist, dass es sich bei vier CDs um Debütalben handelt.

1. Brandy – Two Eleven
2. R. Kelly – Write Me Back
3. Tyrese – Open Invitation
4. Frank Ocean – channel ORANGE
5. Emeli Sandé – Our Version of Events
6. Khia – MotorMouf aka Khia Shamone
7. Elle Varner – Perfectly Imperfect
8. Miguel – Kaleidoscope Dream
9. Jon B. – Comfortable Swagg
10. Dawn Richard – Amor On

1. Brandy – Two Eleven Ein von hinten bis vorne einwandfreies Werk. Düster, verrucht, kantig. Dennoch mit viel kindlichem Charme. Perfekter R&B. Einzigartige Melodien und vor allem unglaubliche stimmliche Darbietungen: Standout-Song → „Without You“

2. R. Kelly – Write Me Back Ein Retro-Wohlfühl-Album. Tanzbare, groovige Nummern sowie gefühlvolle Classic-Soul-Balladen. Ein Liebesbrief an die goldenen Jahre Motowns, mit Songs wie sie Marvin Gaye, Michael Jackson und Co. besser nicht machen könnten. Standout-Song → „Believe In Me“

3. Tyrese – Open Invitation Gut gemachte zeitgenössische Hip-Hop-Beats mit geschmeidigen souligen Vocals drüber. Eine gelungene Fusion der beiden Genres. Top-Kollaborationen mit Faith Evans, Ludacris, R. Kelly und Rick Ross. Standout-Song → „I Gotta Chick“

4. Frank Ocean – channel ORANGE Ein Meisterwerk. Eine kohärent und virtuos zusammengestellte Sammlung an Geschichten, Poesie und Gefühlen. Sehr nackt, sehr ehrlich, dennoch sehr komplex und tiefgründig. Eine Stimme die von Schmerz erfüllt ist. Standout-Song → „Thinking About You“

5. Emeli Sandé – Our Version of Events Melancholisch, flehend, stark. So kommt Sandés Stimme daher. Ihre Songs haben etwas hymnenartiges, wie die Titelmusik zu einem dramatischen Epos klingen sie. Hinzu kommen die Einflüsse des doch ein wenig anderen britischen Soul. Standout-Song → „Heaven“

6. Khia – MotorMouf aka Khia Shamone Lüstern, dauerspitz und absolut schamlos. Königin Khia nimmt kein Blatt vor dem Mund. Und das sollte sie auch nicht. Die Rapperin aus Tampa hat eine einzigartige rauchig-tiefe Stimme. Ihre R&B-Platte funktioniert erstaunlich gut. Standout-Song → „Dickmatize“

7. Elle Varner – Perfectly Imperfect Eine introvertierte Singer-Songwriterin. Eine R&B-Pop-Diva. Ihr gelingt erfolgreich der Spagat dazwischen. Bringt dich der eine Song zum weinen, infiziert dich der andere Track mit dem Tanzvirus. Standout-Song → „Not Tonight“

8. Miguel – Kaleidoscope Dream Handgemachter, superkomponierte Musik. Technisch tip top. Als Gesamtwerk ein wahres Erlebnis. Sehr experimentell und innovativ. Fast schon revolutionär. Miguel ist einige Risiken eingegangen mit diesem Werk. Es hat sich gelohnt! Standout-Song: „Gravity“

9. Jon B. – Comfortable Swagg Der Veteran hat sich dieses Jahr zurückgemeldet und ein wirklich nices Album abgeliefert. Romantische Musik für die Stunden zu zweit. Jon B. hat dafür einfach den geeigneten Schmelz in der Stimme. Standout-Song: → „Only One You“

10. Dawn Richard – Amor On Das wohl am meisten futuristische Werk heuer was R&B betrifft. Modern, unkonventionell und direkt geht Richard ihre Musik an. Einflüsse aus Dubstep, 80’s-Synthpop, 90er Urban Pop. Sehr harmonienlastig und viele Phrasierungen. Standout-Song → „Scripture“

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Malcolm Ohanwe moderiert sein eigenes Format "MalcolmMusic", wo er das Who-is-Who der Genres R&B, Afrobeat, und Hip-Hop interviewt.

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