Deutschrap dominiert die Independent-Charts

Es gibt viele Deutschrap-Künstler, die bei Independent Labels unter Vertrag sind. Und nicht wenige davon haben Erfolg.

Ein Blick auf die neuen Top 20 der deutschen Independent-Charts beweist, wie gefragt diese Musiker aktuell sind. Ganz oben steht Prince Kay One, der mit seinem neuen Longplayer „Rich Kidz“ allerdings auch in den allgemeinen Album-Verkaufscharts Platz eins belegt. 

media control informiert in einer Presseinfo über die derzeitige Entwicklung in den deutschen Independent-Charts:

>>Hip-Hop-Ansturm in den Top 20 Independent-Charts von media control® GfK: Ein Viertel aller Platzierungen geht in diesem Monat auf das Konto von Deutschrappern. Besonders erfolgreich ist Prince Kay One: Der künftige „DSDS“-Juror liebt das Feiern und liefert mit „Rich Kidz“ auf Platz eins den perfekten Party-Soundtrack für den Herbst. Neben R’n’B-Kumpel Emory, der bei vielen Songs den Gesangspart übernimmt, schlagen auf dem Album auch Szenestars wie The Product G&B, Timati oder Melody von den Pussycat Dolls auf.

Als bekennender Fußball-Fan und Ultra der Frankfurter Eintracht kommentiert Bosca regelmäßig das Geschehen auf und abseits des Rasens. Doch der 22-Jährige, der seit neun Jahren Musik macht, hat noch mehr auf dem Kasten. Ohne ein Blatt vor den Mund zu nehmen, kommen bei „Solange es schlägt“ persönliche und sozialkritische Themen auf den Tisch. Belohnt wird das mit Rang 13 der Indie-Charts.

„Hallo Monaco“ grüßt der bei Groove Attack unter Vertrag stehende Capo an 15. Stelle. Damit eifert er seinem großen Bruder Haftbefehl nach, der Anfang des Jahres zwei Mal hintereinander in der Hitliste vertreten war.

Zwei weitere Rapper komplettieren das Fünfergespann: Alligatoah hält seine „Triebwerke“ auf voller Leistung und verteidigt Rang vier. Panda-Man Cro gibt fünf Positionen ab und bringt sein „Raop“ jetzt auf 19 unter.

Dass andere Musikgenres momentan nicht gänzlich untergehen, ist ein Verdienst der beiden fünft- und sechstplatzierten Neueinsteiger. Das Newcomer-Duo Milky Chance („Sadnecessary“) erobert von YouTube aus die weltweiten Charts und gilt als „Next Big Think“ im Pop-Business. Ein paar Karrierejahre mehr haben VNV Nation („Transnational“) auf dem Buckel. Ihr experimentierfreudiges Gemisch aus Elektro-Musik, Future-Pop und ruhigeren Balladen begeistert seit 1990 die Massen.

Die Ärzte geben die Spitze ab und rutschen mit „Live – Die Nacht der Dämonen“ einen Platz nach unten. Die gebürtige Georgierin Katie Melua („Ketevan“) verbessert sich von fünf auf drei.<<

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