Neues Album von Prinz Pi auf #1

Er mag einen „Kompass ohne Norden“ haben, aber wo oben ist, weiß er genau. Ganz oben ist Prinz Pi, den man inzwischen schon als Deutschrap-Veteran bezeichnen kann.

Prinz Pi hat sich seit seinen Anfängen weiterentwickelt, aber einen gewissen Anspruch hatten seine Texte schon immer. Dieses Mal sind die Texte allerdings nicht nur besonders kritisch – wenngleich vieles davon mehrheitsfähig und damit nicht besonders gewagt ist. Auffallend ist allerdings, dass das neue Album dabei allgemein düster ist. Das ist an sich weniger etwas für den Frühling, sondern für den Herbst, wenn es grau und dunkel ist. Aber Platz eins ist Platz eins, ganz falsch kann er mit seinem Timing nicht liegen.

Über die allgemeine Entwicklung in den deutschen Charts berichtet media control in der wöchentlichen Presseinfo:

>>So schnell kann’s gehen: Eben noch als geheimer Thronanwärter gehandelt, übernimmt Prinz Pi ab sofort das Zepter in den deutschen Album-Charts von media control. Seine 15. Platte „Kompass ohne Norden“ weist dem Hip-Hopper den direkten Weg an die Spitze. Sozialkritisch und facettenreich wie kaum ein anderer im Genre, singt der Berliner über Ratlosigkeit, Perfektionsdrang und Kommunikationsstress der Generation 30plus.

Angehender Vater, Auftritte bei „Wetten, dass..?“, „DSDS“ und „Let’s Dance“, ein gemeinsames Duett mit Reese Witherspoon und jetzt auch noch das neue Album: Michael Bublé sorgt für Nachrichten im Minutentakt. Dass er nicht nur zur Weihnachtszeit, sondern auch im Frühling die Herzen der Musikfans erwärmt, stellt er mit „To Be Loved“ auf Rang zwei unter Beweis.

Die Vorwochensieger von Volbeat drehen ihre Lautstärke etwas zurück und bringen „Outlaw Gentlemen & Shady Ladies“ jetzt an dritter Stelle unter.

Zweiter Rap-Act der Stunde ist Alpa Gun, dessen Scheibe „Alles kommt zurück“ auf der Fünf einschert. Zuletzt machte der 32-Jährige im Fernsehen von sich reden, als er eine Hauptrolle in der ZDF-Krimi-Reihe „Verbrechen nach Ferdinand von Schirach“ übernahm.

Wer dachte, dass Daniele Negroni nach seinem Vizesieg bei „DSDS“ eine Eintagsfliege bleibt, hat weit gefehlt. Völlig „Bulletproof“ schießt der Teenie-Schwarm von null auf sieben.

Wie ein „Gentleman“ benimmt sich Südkoreas Superstar PSY im Video seines neuen Partykrachers nicht unbedingt. Vielleicht gerade deswegen steht er dem Vorgänger „Gangnam Style“ in Punkto Fröhlichkeit, Witz und leiser Gesellschaftskritik in nichts nach. Als bester Neuling überquert er an 13. Stelle die Ziellinie der Single-Charts.

Auch Sam and the Womp sind keine Kinder von Traurigkeit. Das 2009 in London gegründete Trio mixt Balkanmusik und Ska mit Elektroelementen und legt seinen ersten Hit „Bom Bom“ auf der 47 vor.

An der Spitze gibt es einen Führungswechsel. Popröhre Pink feiert mit „Just Give Me A Reason“ (feat. Nate Ruess) ihre zweite Nummer eins nach „So What“ (2008) und verscheucht Straßenmusiker Passenger („Let Her Go“) auf die Zwei. Macklemore & Ryan Lewis feat. Ray Dalton („Can’t Hold Us“) haben an dritter Position erneut die Ruhe weg.<<

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