Ansehen: 4-Stunden-Vox-Doku „Das Phänomen Boygroups“

rap2soul Box tv tippDer Begriff Boygroup wird selten als Qualitätsmerkmal verwendet. Dabei lassen sich viele großartige Bands in diese Kategorie einordnen. Und selbst wenn das nicht der Fall ist, sind die Geschichten drumherum mitunter dennoch sehr interessant.

Wenn Ihr mehr über Boygroups an sich wissen wollt, könnt Ihr am Samstag Euren Fernseher einschalten, denn der Sender VOX nimmt sich vier Stunden Zeit für „Das Phänomen Boygroups“ und nennt das Ganze ein Doku-Event. Darin geht es um Bands wie Take That, N’Sync, die Backstreet Boys, New Kids on the Block oder aus jüngerer Zeit One Direction.

In einer Presseinfo schreibt VOX über das „Doku-Event“:

>>Vor 30 Jahren startete die erste Boygroup ihre Karriere: „New Kids On The Block“. „Sogar das Wort Boygroup wurde zur Beschreibung von uns erfunden“, verrät Bandmitglied Danny Wood. Ihnen folgten Bands wie „Take That“, „Backstreet Boys“, „N’Sync“ und heute „One Direction“, die nicht nur weltweit die Herzen der weiblichen Fans, sondern auch die Charts eroberten und insgesamt über 300 Millionen Tonträger verkauft haben. Im Doku-Event „Das Phänomen Boygroups“ geht VOX der Geschichte und dem Erfolg der gecasteten Männerbands auf den Grund. Die vierstündige Dokumentation erzählt von der Entstehung der Bands und zeigt Fotos und Videoaufnahmen aus ihrer Karriere. Darüber hinaus lässt das Doku-Event die Stars und ihre Macher genauso zu Wort kommen, wie ihre Fans und die Journalisten, die die Bandmitglieder zu Superstars haben werden lassen – vor allem hierzulande. „Deutschland gilt als das Boygroup-Land!“, so Sony-Marketing-Chef Mathias Blühdorn. Wie er und andere „Das Phänomen Boygroup“ erleben und erlebt haben, zeigt VOX am 9.8. um 20:15 Uhr.

Mit rund 35 Millionen verkauften Tonträgern in den letzten drei Jahren ist „One Direction“ aktuell weltweit die erfolgreichste Boygroup. Bekannt wurde die fünfköpfige Band durch die britische Ausgabe der Show „X Factor“, bei der sie den dritten Platz belegte. „One Direction“ setzt damit den Weg fort, für den „New Kids On The Block“ mit ihrer Gründung 1984 den Grundstein legten. „Wir waren das Versuchskaninchen. Wir lehrten die anderen Boygroups und Produzenten, was zu tun, oder auch manchmal, was zu lassen war. Sie konnten von unseren Erfolgen und Fehlern lernen“, so Bandmitglied Donnie Wahlberg. Weltweit erfolgreich wurde die Band mit ihrem Album „Step by Step“ aus dem Jahr 1990, das auch dafür sorgte, dass die Boygroup-Welle nach Europa schwappte. Noch im gleichen Jahr wurde in Manchester die erste europäische Boygroup gegründet: „Take That“. Doch die heimische Musikszene sah die Band zunächst sehr kritisch. „Ich habe ,Take That‘ oft abgelehnt, ich wollte die nicht interviewen“, erinnert sich der ehemalige MTV-Moderator Steve Blame. Das änderte sich erst mit ihrem ersten großen Hit – dem Cover des Barry Manilow-Songs „Could It Be Magic“. Das war der Anfang einer unglaublichen Karriere, die 1995 kurz nach dem Ausstieg von Robbie Williams zumindest vorerst endete. „Der Niedergang war schleichend. Die Dinge wurden zu chaotisch. Vielleicht bekamen wir auch einfach zu viel Geld. Die Egos bliesen sich auf. Robbie wollte schon immer mehr machen, als er in der Gruppe tun konnte. Er wurde schwierig und zum Problem für uns“, so Jason Orange.<<

Wie sind die Backstreet Boys entstanden?

Die Doku beantwortet Fragen, die sich viele von Euch vielleicht schon gestellt haben. Etwa die, wie die Backstreet Boys zustande kamen.

In der Presseinfo geht es weiter:

>>Drei Jahre vorher, 1992, suchte der amerikanische Geschäftsmann Lou Pearlman in einer Lokalzeitung in Florida nach Mitgliedern für eine neue Boygroup: Die „Backstreet Boys“. Doch da es nach „New Kids On The Block“ für Boygroups in den USA sehr schwer war, musste die Band erst nach Europa gehen, um Erfolg zu haben. „Der Schritt nach Deutschland war insofern der richtige, weil sie hier mit offenen Armen empfangen wurden“, so Tourneeveranstalter Werner Lindinger. In Deutschland wurden die „Backstreet Boys“ innerhalb weniger Monate zu Superstars – und setzten auch neue Maßstäbe: „Wir dachten: Alle singen nur Playback. Lasst uns auf die Bühne gehen und live singen. Zeigen wir ihnen etwas, das sie noch nie gesehen haben“, erinnert sich Bandmitglied Nick Carter. Die Begeisterung der Fans war enorm. „Du konntest nirgendwo hingehen. Ohne Polizeieskorte konnten wir nicht mal ein Restaurant besuchen“, erklärt A.J. McLean. Ein Leben auf der Überholspur, das für die meist recht jungen Bandmitglieder aber auch Schattenseiten hatte. „Es war ein zweischneidiges Schwert: Auf der einen Seite war es die beste Erfahrung auf der Welt. Auf der anderen Seite war es frustrierend, weil wir kein wirklich normales Leben führten. Wir waren nicht in der Lage, Lektionen zu lernen, die durchschnittliche 19-, 20-Jährige im Privaten lernen. Wir mussten es in aller Öffentlichkeit tun“, so Donnie Wahlberg. Und darüber, was die Boygroupstars in der Öffentlichkeit zu tun hatten, bestimmte in der Regel nur einer: „Boygroups waren immer vom Manager dominiert. Der Manager sagte, mit wem sie ausgehen können, was in der Presse erscheint, ob sie Freundinnen und ein Sexualleben haben können. Die haben alle ein geheimes Leben gehabt und in der Öffentlichkeit ein anderes Leben“, weiß Steve Blame. Ein geheimes Leben führte auch „Caught In The Act“-Star Eloy de Jong, der seine Homosexualität lange verschwieg. „Ich hatte immer das Gefühl, dass es das Ende der Gruppe ist, wenn ich sage, wie es wirklich ist. Und dann hassen mich alle.“ Am Grundprinzip der Boygroups hat sich bis heute nichts geändert – das besteht laut dem ehemaligen BRAVO-Chefredakteur Alex Gernandt vor allem aus drei Zutaten: „Zuckerpop, Areobic und kreischende Girls“. Einen Unterschied gibt es zwischen „One Direction“ und ihren Vorgängern trotzdem. „Man könnte sie Boygroup 2.0 nennen, allein dadurch, dass sie vorrangig über soziale Netzwerke funktionieren“, so Mathias Blühdorn. Wie auch immer sich „Das Phänomen Boygroups“ weiterentwickelt – eines steht für „Natural“-Sänger Marc Terenzi fest: „Jede Generation hat ihre Boygroup und das wird ewig so weitergehen. Solange es Teenie-Mädchen gibt, wird es immer wieder Platz für Boygroups geben.“<<

Der TV-Sender VOX zeigt das von der Maxi Media GmbH produzierte Doku-Event „Das Phänomen Boygroups“am 9. August um 20:15 Uhr.

2 Kommentare

  1. Meine Freundin hat sich das aufgenommen und will es sich mal in Ruhe ansehen. Ist sicherlich eine Interessante Doku, wenn man Fan von den Backstreet Boys ist.

  2. Seit ihr das damals gesehen hab will ich es UNBEDINGT nochmal sehen aber finde es nirgendwo.HILFE!

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