Spotify im Test

Spotify Logo | Bild: Spotify Ltd
Spotify Logo | Bild: Spotify Ltd

Spotify gehört zu den größten Musikstreamingdiensten im Internet und zählt in seiner Musikdatenbank über 20 Millionen Songs. Die Nutzung gestaltet sich einfach und es bestehen zahlreiche Möglichkeiten für den Zugriff auf das umfassende Musikangebot. Es stehen Playlisten zur Verfügung und die Nutzer können ihre gehörten Songs mit anderen teilen, indem sie die Songtitel etwa in soziale Netzwerke einbinden. 

Leistung und Preise (95 von 100 Punkten)

Zurzeit (Stand November 2013) sind über 20 Millionen Songs von mehr als 300.000 Labels verfügbar. Jeden Tag wächst das Musikangebot um ca. 20.000 Lieder. Der Premium-Tarif bietet eine kostenlose Testphase von 30 Tagen. Nach Ablauf des Testmonats erfolgt eine automatische Überführung in einen kostenpflichtigen Abo-Vertrag. Gezahlt werden kann per Kreditkarte, mit Geschenkkarten und auf Rechnung (Klarna).

 

Produkt Preis €/Monat Leistung
Free 0,00 Vollständig
kostenlos. Musik kann auf PC und Notebook gehört werden. Keine
mobile Nutzung. Sechs Monate zeitlich ohne Limitierung. Danach nur zehn
Stunden monatliches Musikhören mit Werbeunterbrechungen.
Unlimited 4,99 Zeitlich
unbegrenzt Musik auf Notebook und PC. Mobil Musik hören nicht
möglich. Keine Werbespots und keine lange Vertragsbindung.
Premium 9,99 Musikhören
auf Notebook, PC und allen unterstützten mobilen
Geräten. Keine Werbespots. Auswahl an Songs kann zur
Offfline-Nutzung auf mobile Endgeräte heruntergeladen werden.
30 Tage kostenlose Testphase.

 

Endgeräte und Plattformen (85 von 100 Punkten)

Entsprechend des gebuchten Tarifs kann Spotify mit Desktop-PC, Notebook, mobilen Geräten (in gewissem Umfang sogar offline) und weiteren Endgeräten (etwa mit speziellen Stereoanlagen) genutzt werden. Die Auswahl ist groß:

Browser

Im Browser, egal ob Mozilla Firefox, Opera, Google Chrome oder Microsoft Internet Explorer kann das Musikangebot ohne Installation spezieller Software abgerufen werden.

Software für Microsoft Windows, Apple MacOS X und Linux

Die Software von Spotify steht als Desktop-Version für die Betriebssysteme Windows, MacOS X und Linux zur Verfügung. Die Installation ist innerhalb kurzer Zeit abgeschlossen und mit der Importfunktion kann die eigene Musiksammlung hinzugefügt werden.

Mobile Apps

Die kostenlose Spotify App ist für die Betriebssysteme Apple iOS, Windows Phone 7 & 8, Symbian, Google Android und Blackberry verfügbar. Für die Nutzung wird der Premium-Tarif benötigt. Man kann sich Songs zum Offline-Hören in der App herunterladen.

Home Entertainment

Die Nutzung von Spotify muss sich zu Hause nicht auf den Computer beschränken, denn Spotify ist kompatibel mit den Audiosystemen von Western Digital, Onkyo, Squeezebox und Boxee Box System sowie mit weiteren Geräten.

Offline-Zugriff

Der Premium-Tarif für 9,99 Euro monatliche Grundgebühr bietet die Möglichkeit, offline Musik aus dem Spotify-Repertoire zu hören. Maximal auf drei mobilen Geräten kann eine Playlist mit je 3.333 Songs aufgebaut werden. Das ist großzügig, aber diese bedeutet natürlich, dass man für unterwegs eine Auswahl treffen muss.

Musik-Import

Der Import eigener Musik ist möglich. Es lassen sich Lieder der Dateiformate MP3-, MP4-, M4A und M4R in Spotify einspielen. Das Dateiformat WMA wurde zum Zeitpunkt unseres Tests noch nicht unterstützt. Aufgrund des Kopierschutzes bei iTunes-Liedern ist deren Import nicht möglich. Jedoch erfolgt durch die Software eine Zuordnung und der Versuch, die iTunes-Songs durch eigene Spotify-Formate zu ersetzen. Das ist besser als nichts.

Bedienung (85 von 100 Punkten)

Playlists

Die Playlists bilden einen Schwerpunkt von Spotify, und zwar lassen sich Wiedergabelisten in unbegrenzter Anzahl erstellen. Bei Abschluss des Premium-Tarifs können auf bis zu 3 Endgeräten Offline-Playlisten eingerichtet werden. Soziale Netzwerke wie Facebook werden unterstützt. Dort können die persönlichen Wiedergabelisten veröffentlicht werden. Interessant: Im Handumdrehen kann die Musiksammlung mit fremden Wiedergabelisten erweitert werden. Man profitiert also davon, dass andere Spotify-User ihre Playlists mit einem teilen.

Die Bedienung der Software und der App ist leicht verständlich. Nur eine kurze Einarbeitungszeit ist erforderlich, was auch mit Benutzeroberfläche in deutscher Sprache liegt. Die Suchfunktion hat uns im Test überzeugt. Wir konnten die Black Music Songs, die wir hören wollten, schnell finden.

Die Anmeldung erfolgt bei Spotify mit der Mailadresse und einem eigenen Passwort. Als Alternative wird eine Anmeldung per Facebook angeboten, aber mit Blick auf das Thema Datenschutz ist das vielleicht nicht die beste Wahl. Außerdem ist man mit eigenem Account flexibler, wer weiß, wie lange man Facebook überhaupt noch nutzen möchte? Nach rund zehn Minuten ist die Anmeldung abgeschlossen und man kann anschließend das Musikangebot nutzen.

Besonderheiten von Spotify (90 von 100 Punkten)

Eine Besonderheit wird Telekom-Kunden geboten, denn man den Premium-Tarif zum bestehenden Mobilfunktarif einfach hinzubuchen Das ist für sich alleine nichts Besonderes, aber das Datenvolumen des Mobilfunktarifs wird durch die Spotify-Nutzung dann nicht belastet. Möglich wird dies durch eine Kooperation mit der Deutschen Telekom. Haltet Ausschau nachdem Mobilfunktarif  „Special Complete Mobile Music“. Für Telekom-Mobilfunkkunden, die Spotify nutzen möchten, bedeutet das einen sehr großen Vorteil. Andererseits widersprechen solche speziellen Vereinbarungen dem Gedanken der Netzneutralität, was problematisch ist.

Plus und Minus (82 von 100 Punkten)

Cool

+ Umfangreiches Musikangebot mit über 20 Millionen Liedern aus den unterschiedlichsten Genres von Black Musik über Volksmusik bis hin zu Zumba Songs –  bei Spotify sollte jeder etwas finden.

+ Musikangebot per Browser, per Notebook, PC und nutzbar

+ Software für die Betriebssysteme Microsoft Windows, Apple MacOS X und Linux verfügbar

+ Mobile Apps

+ Home Entertainment

+ Offline-Zugriff auf das Musikangebot durch vorherigen Download der gewünschten Songs beim Premium-Tarif möglich. Import eigener Musik. Erstellung von Playlists.

+ Gute Musikqualität in allen Tarifen

Uncool

– Stellenweise dauert es beim kostenlosen Free-Account etwas, bis ein ausgewählter Song gestartet wird. In unserem Test funktionierte das Musikstreaming im Premium-Tarif spürbar besser.

Fazit im Test von Spotify (87 von 100 Punkten)

Die Musikauswahl ist bei Spotify mit über 20 Millionen Songs von mehr als 300.000 Labels sehr umfassend. Das ist gut, doch andere Musikstreaming-Services bieten ähnlich viele Lieder. Die Anwender haben bei Black Music eine gute Auswahl an Songs bekannter und neuer unbekannter Künstler. Ob die eigenen Lieblingskünstler dabei sind, lässt sich in der Testphase überprüfen. Das sollte man auch tun!

Der kostenlose Einstiegstarif bietet 6 Monate lang einen unlimitierten Musikgenuss, aber danach nur 10 Stunden pro Monat mit Werbespots. Der Einstiegstarif Unlimited für 4,99 Euro monatliche Grundgebühr bietet die Möglichkeit, unbegrenzt Musik auf dem Computer und online anzuhören. Der Premium-Tarif für 9,99 Euro verfügt über einen Offline-Modus und man kann zusätzlich mobil Musik hören – sowie auf weiteren Endgeräten.

Eine bestehende Musiksammlung kann in Spotify eingespielt werden, aber es stehen nur die Dateiformate MP3, MP4, M4A und M4R zur Verfügung. Das weit verbreitete Musikformat WMA erfährt leider keine Unterstützung, das gefällt uns nicht. Die Smartphone-App erlaubt es, unterwegs importierte Musik anzuhören. Das ist typisch für Premium-Tarife von Musikstreamingdiensten. Ein nettes Extra sind die Radioprogramme bezeichnet, die viele unterschiedliche Genres abdecken. Ob man seine Wiedergabelisten in sozialen Netzwerken wie Facebook mit anderen teilen möchte, sollte man sich nicht nur beim Einsatz von Spotify überlegen.

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