Streaming-Dienste und Downloadportale für Musik im Test der COMPUTER BILD

rap2soul Boxes Black Music Portal NewsIn den letzten Jahren hat sich nicht nur der Kauf von MP3-Dateien in Onlineshops durchgesetzt. In letzter Zeit erfahren Musikstreaming-Dienste einen enormen Zulauf. Für ein paar Euro im Monat bieten die Streaming-Dienste den Zugriff auf Millionen von Songs, die man sich immer wieder anhören kann – solange man Kunde ist. 

Da es viele verschiedene Anbieter für Downloads und Streaming gibt, stellt die für Interessenten die Frage: Für welchen Anbieter soll ich mich entscheiden? Bei den Downloadshops bieten die Preisunterschiede eine Entscheidungshilfe. Allerdings: Die Lieblingsmusik möchte man in guter Qualität kaufen, um den letzten Cent zu feilschen, ist daher nicht zu empfehlen. Anders als beim Kauf von Musik, bei dem man sich schließlich jedesmal für einen anderen Anbieter entscheiden kann, legt man sich beim Musikstreaming in der Regel langfristig auf einen Anbieter fest.

Das muss man zwar nicht, weil die Mindestlaufzeit der Abos üblicherweise nur einen Monat umfasst. Aber wenn man erst einmal Playlisten angelegt und Favoriten gespeichert hat, will man im nächsten Monat nicht gleich wieder wechseln. Ist man allerdings wirklich unzufrieden, steht einem Wechsel dann nichts entgegen.

Die Experten der COMPUTER BILD haben für die aktuelle Ausgabe des Magazins sowohl Downloadshops als auch Streamingdienste für Musik getestet. Über die Ergebnisse der Tests erfahren wir in der Pressemitteilung:

>>Songs kaufen oder leihen? Diese Frage stellt sich Musikfans, die sich übers Internet legal mit Nachschub versorgen wollen. Welche Vor- und Nachteile beide Varianten haben, zeigt ein Test der Fachzeitschrift COMPUTER BILD von sechs bekannten Streaming- und fünf Download-Diensten (Heft 5/2014, ab Samstag am Kiosk).

Streaming-Dienste wie Spotify sind beliebt: Um mehr als 38 Prozent stieg laut Bundesverband Musikindustrie e.V. der Umsatz 2012 im Vergleich zum Vorjahr. Ein Grund ist wohl das gute Preis-Leistungsverhältnis beim Musikverleih, denn es gibt Zugang zu Millionen Titel für knapp 10 Euro pro Monat. Nach der Kündigung des Abos ist die Musik jedoch weg. Dagegen lassen sich bei Download-Shops wie iTunes oder Musicload Titel herunterladen und speichern, auf CD brennen oder aufs Smartphone überspielen. Das ist teurer: Zwischen 69 Cent und 1,30 Euro werden pro Titel oder etwa 12 Euro pro Album fällig.

Den Testsieg bei den Streaming-Diensten sicherte sich mit großem Abstand Spotify (Testergebnis: 2,70) dank großer Auswahl und bequemer Bedienung. Google All-inclusive (Testergebnis: 3,28) punktete zwar mit einem noch größeren Musikangebot, musste aufgrund spärlicher Abspielmöglichkeiten jedoch Abzüge in Kauf nehmen: Browser, Android- und Apple-Handys – das war’s. Download-Testsieger wurde Amazon (Testergebnis: 2,27) mit hauchdünnem Vorsprung vor iTunes (Testergebnis: 2,28): Die Auswahl bei Amazon ist ebenfalls groß, die Bedienung sehr einfach, und die Preise sind überwiegend günstig. Für Alben ist aber eine Download-Software nötig, die manchmal etwas hakt.

Der COMPUTER BILD-Test hatte noch eine unangenehme Überraschung parat: Die Tester stießen bei mehreren Diensten auf Lieder rechtsextremer Bands und Musiker. Zudem entdeckten sie bei zwei Streaming-Anbietern die hierzulande verbotene NSDAP-Hymne „Die Fahne hoch!“, bekannt als Horst-Wessel-Lied. Immerhin entfernten alle Anbieter die beanstandeten Songs, kurz nachdem COMPUTER BILD sie darauf hingewiesen hatte. Dennoch: Die Filter der Anbieter sollten dringend nachgebessert werden.

Fazit: Wer einen speziellen Musikgeschmack hat, wird bei Download-Shops häufiger fündig, Streaming-Dienste eignen sich besonders für Dauerhörer, die abwechslungsreiche Musik wollen. In den meisten Musikfans stecken jedoch beide Typen. Dann spricht nichts dagegen, die Vorteile beider Welten zu prüfen – alle Streaming-Dienste bieten Gratis-Testphasen an.

COMPUTER BILD im Internet: www.computerbild.de<<

 

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