Timber bleibt die #1 der Single-Charts

Die neue Nummer eins der deutschen Single-Charts ist die alte Nummer eins. „Timber“ von Pitbull ft. Ke$ha. Eines hat sich gegenüber den Charts im alten Jahr hingegen verändert: In diesem Ergebnis sind im Gegensatz zu vorher Streaming-Abrufe von Portalen wie Spotify, Napster und simfy mit enthalten.

Bei den deutschen Single-Charts gab es eine große Veränderung: Wird ein Lied bei einem kostenpflichtigen Musikstreaming-Angebot für mindestens 31 Sekunden angehört, fließt dies in die Berechnung der deutschen Single-Charts ein. Der Begriff Verkaufscharts passt damit nicht mehr. Die Mitte 2012 eingeführten reinen Streaming-Charts bleiben erhalten. Dort zählen übrigens auch kostenlose Streaming-Abrufe. Die allgemeinen Single-Charts sind dagegen „Wertecharts“ und einen Wert hat insoweit nur, für was die Hörer bezahlen.

In der Pressemitteilung von media control heißt es:

>>Alles neu macht 2014: Ab sofort fließen auch Musikstreamings aus bezahlten Premium-Angeboten in die Wertung der offiziellen deutschen Single-Charts mit ein, die von media control® GfK im Auftrag des Bundesverbands Musikindustrie (BVMI) ermittelt werden. Erste Spitzenreiter unter den aktualisierten Regularien sind Pitbull feat. Kesha, die mit „Timber“ ihre Vorwochenposition halten. „Changes“ (Faul & Wad Ad vs. Pnau) und „Lieder“ (Adel Tawil) verbessern sich jeweils um einen Platz und ergattern Silber und Bronze.

Die besten Neulinge der Single-Charts sind – wie könnte es derzeit anders sein – Featurings. Macklemore & Ryan Lewis feat. ScHoolboy Q & Hollis errichten ihre „White Walls“ auf Position 78; Zedd feat. Hayley Williams flehen an 88. Stelle: „Stay The Night“.

Dr. Mathias Giloth, Geschäftsführer media control® GfK International, freut sich auf ein spannendes Musikjahr 2014: „Neben physischen Tonträgern und dem digitalem Download entwickelt sich Streaming zum dritten großen Standbein beim Musikkauf. Die Integration von Streamings in die Top 100 Single-Charts zeigt, wie wichtig dieses boomende Marktsegment für die gesamte Branche ist. Sie belegt zudem den Stellenwert der offiziellen deutschen Charts als Anlaufstelle Nummer eins, wenn es um repräsentative Informationen zu den erfolgreichsten Künstlern und Produkten geht.“

Dr. Florian Drücke, Geschäftsführer des BVMI, fügt hinzu: „Das Musikstreaming zählt derzeit zu den maßgeblichen Trends der Musiknutzung. Um dieser wachsenden Bedeutung gerecht zu werden und das Musikgeschehen über alle Kanäle und Plattformen hinweg möglichst genau wiederzugeben, schließen wir fortan auch das Streaming in die Wertung der Top 100 Single-Charts mit ein. Damit verbessern wir nicht nur die Genauigkeit der Offiziellen Deutschen Charts als wichtigsten Gradmesser für den Erfolg von Künstlern und Bands, sondern unterstreichen zugleich ihren übergreifenden Charakter als wesentliches Alleinstellungsmerkmal.“

Im Album-Ranking lässt Helene Fischer nichts anbrennen: Die Schlagerkönigin verteidigt mit „Farbenspiel“ wacker den Spitzenplatz. Auch ihr „Best Of“ macht Boden gut und verbessert sich von elf auf fünf. Bei so viel Frauenpower hält die männliche Konkurrenz gebührend Abstand: Max Herre („MTV Unplugged Kahedi Radio Show“) und Robbie Williams („Swings Both Ways“) tauschen ihre Positionen und rangieren nun an zweiter und dritter Stelle.

Wie die Backstreet Boys und Take That wollen es auch Boyzone noch einmal wissen: Pünktlich zum 20-jährigen Bandjubiläum veröffentlichen die Iren ihre neue Scheibe „BZ20“; im Sommer folgt dann die Tournee. Dank eines riesigen Sprungs von 92 auf 35 sind Ronan Keating & Co. die höchsten Aufsteiger der Woche.<<

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