Curtis Harding spielt in vier deutschen Städten

Curtis_HardingBei Cee-Lo Green im Background zu singen, verhalf dem Musiker zum Gespür, einen erfolgreichen eigenen Stil zu entwickeln. Dieser ist jedoch fest im „All American Soul Book“ verwurzelt. Wenn man das Debütalbum „Soul Power“ hört, könnte man denken, es handele sich um ein weiteres Absurfen der Welle traditionellen Souls, die derzeit von einigen geritten wird. Lee Fields & The Expressions, Lady und ähnliche Mitstreiter kommen einem in den Sinn. Aber Harding, der seinem Retrosound die Etikette „Slop ’n‘ Soul“ verpasst hat, dehnt seine Spurensuche in der Vergangenheit genreübergreifend aus.

 

Erweiterte Spurensuche

 

Zunächst wundert man sich einmal mehr, wie dieser alte analoge Sound gemischt worden ist, denn kein Toningenieur kann die Studiomikrofone noch so aufstellen wie damals. Zudem fallen Einflüsse von (Surf-)Punk auf in „Surf“, Schrammelgerocke in „I don’t wanna go home“ und eine Art Pre-Glam-Rock in „I need a friend“. Dennoch ist Sixties Soul musikalischer Überbau. Kein Wunder, dass die Presse jubelt. Der Rolling Stone spricht von einer „neuen Soul Hoffnung und einem „großen Debüt“, Visions ordnet die LP als „stilvoll, ein wenig verrucht und irgendwie retro“ ein. Auf jeden Fall wird es spannend sein, wie Curtis Harding die 12 Stücke des ersten Albums live präsentieren wird.Curtis-Harding1Auftritte in vier deutschen Städten sind angesetzt, Berlin, Hamburg und Frankfurt sind bei diesem Soulderivat sowieso gesetzt. In Dresden war der Start des Konzertkleeblatts. Harding stellt seine aktuelle Single „Next Time“ sowie andere Stücke vom Debüt vor. Soul Power und mehr also. Hier alle Tourdaten:

1. März: Dresden (Beatpol)
2. März: Berlin (Lido)
3. März: Hamburg (Mojo Club)
4. März: Frankfurt (Zoom; also dort, wo Lee Fields kürzlich bejubelt wurde)

Über Torsten Fuchs 523 Artikel
Torsten Fuchs ist ein Experte der Black Music und bereits früh als Redakteur zu rap2soul gekommen. Torsten schreibt CD-Kritiken für mehrere Magazine. Als Moderator war er für JAM FM tätig, zuvor war er auch bereits bei Radio PSR und als Showhost bei MDR Sputnik. Torsten Fuchs ist Mitglied beim Preis der Deutschen Schallplattenkritik e.V. in der Jury für "Hip Hop, Soul, R&B".

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