Napster im Test

Napster im Test | Screenshot: Redaktion
Napster im Test | Screenshot: Redaktion

Auf dem Markt der Musikstreamingdienste zählt Napster zu den führenden und größten Anbietern. Der Import eigener Musik ist trotz Weiterentwicklung der Plattform noch nicht erlaubt. Die Musikauswahl ist mit über 32 Millionen Songs sehr umfassend und deckt eine Vielzahl Musikgenres ab. Ein Offline-Modus bietet die Möglichkeit, die Musik ohne aktive Internetverbindung anzuhören. Das Musikangebot kann nach der Anmeldung für 30 Tage kostenlos getestet werden. Nach dem Testmonat stehen zwei Tarife zu moderaten Preisen zur Auswahl.

Übrigens: Napster bot bereits viele Jahre vor den anderen heute bekannten Musikstreaming-Diensten eine Musik-Flatrate an. Damals kam das Konzept aber nicht so gut an, weil die User allgemein auf Downloads zum Behalten fixiert waren. Hier hat sich inzwischen einiges geändert.

Leistung und Preise

Bei Napster stehen (mit Stand Juli 2015) zwei Tarife und über 32 Millionen Songs zur Auswahl. Im Februar 2014 bei unserem ersten Test hatte sich die Song-Anzahl noch auf 20 Millionen Titel belaufen. Der erste Tarif „Napster Music Flatrate+Mobile“ kostet 9,95 Euro pro Monat und der zweite Tarif „Napster Music Flatrate“ wird mit 7,95 Euro monatlich berechnet.

Der gebuchte Tarif kann zum Monatsende gekündigt werden. Sollte die Kündigung später erfolgen, läuft der Tarif automatisch 30 Tage weiter und in diesem Zeitraum ist eine Tarifkündigung jederzeit kurzfristig möglich.

Die „Napster Music Flatrate+Mobile“ kann stationär am PC, via Browser und mobil per Tablet, Smartphone oder Notebook genutzt werden. Die Standard-Flatrate „Napster Music Flatrate“ ist dagegen ausschließlich per Browser und nicht mobil nutzbar.

Endgeräte und Plattformen

Der Kunde kann Napster abhängig vom gebuchten Tarif auf vielen verschiedenen Endgeräten nutzen, sogar auf manchen Home Entertainment-Systemen.

Browser

Der Musikdienst kann mit den Browsern Mozilla Firefox, Microsoft Internet Explorer, Google Chrome, Apple Safari und Opera genutzt werden. Die Nutzung mittels Browsers hat uns im Test überzeugt. Insofern werden viele User auf die Installation eines Desktop-Clients bei PC oder Mac verzichten können.

Smartphone & Tablet

Auf dem Smartphone oder Tablet kann Napster per App unter den Betriebssystemen Google Android, Windows Phone und Apple iOS genutzt werden. Die Lieblingssongs lassen sich bei Bedarf auf dem mobilen Gerät speichern und offline hören. Die eigenen Favoriten sind über die App ebenfalls zugänglich.

PC und Mac

Für Computer mit Windows und Mac OS X stehen Desktop-Clients bereit.

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Playlisten und Verfügbarkeit

Die Lieblingsmusik kann gestreamt und bei Bedarf nach dem Downloaden offline gehört werden. Über das eigene Profil läßt sich mit seinen Facebook-Kontakten teilen, welche Titel man sich anhört.

Es lassen sich Playlists in unbegrenzter Anzahl erstellen. Diese können jederzeit geändert werden und sind mit jedem kompatiblen Endgerät synchronisierbar. Die Playlists können mit einem eigenen Namen versehen werden. Man hat dabei die Möglichkeit, Songs etwa nach Jahrzehnten, Themen, Ländern, Künstlern oder Genres zu ordnen.

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Erfahrung mit Browser-Version und Napster App

Die Browserversion von Napster steht einem nach dem Login auf der Website www.napster.de zur Verfügung. Aufgeteilt in drei Fenster gestaltet sich die Bedienung der Oberfläche einfach. Links zeigen sich das Napster-Logo, ein Suchfeld und das Hauptmenü. Das Hauptmenü setzt sich den Punkten „Meine Musik“, „Channels“, „Tipps“, „Abmelden“, „Hilfe“ (Fragezeichen-Symbol) und „Einstellungen“ (Zahnrad) zusammen.

Das Fenster in der Mitte mit der Bezeichnung „Home“ listet aktuellen Alben basierend auf dem eigenen Geschmack auf. Die Wiedergabeliste befindet sich im rechten Fenster und erscheint, sobald auf einen Songtitel geklickt wird. Der Song kann jederzeit pausiert, gestoppt und vor- bzw. zurückgespult werden.

Die Napster-App präsentiert sich übersichtlich verbunden mit einem schlichten funktionalen Design. Im Header befindet sich das Hauptmenü, eine Lupe (Suche) und ein Optionsmenü. Das Hauptmenü besteht aus den Menüpunkten „Home“, „Meine Musik“, „Tipps“, „Channels“, „Wiedergabeliste“, „Track Match“, „Music Inbox“, „Freimonat sichern“ und „Einstellungen“. Die Funktion „Track Match“ erkennt Musiktitel, indem nach Klick auf das Mikrofon-Symbol das Smartphone oder Tablet an den Lautsprecher gehalten wird. Im Anschluss wird bei erfolgreicher Musikerkennung der Songtitel angezeigt und kann den Song auf Wunsch gleich abgespielt werden.

Der wichtigste Menüpunkt ist jedoch „Meine Musik“ bestehend aus den Bereichen „Archiv“ und „Downloads“. Im Archiv befinden sich die „Favoriten“, „Playlists“, „Künstler“, „Alben“, „Titel“, „Channels“ und eine „Wiedergabeliste“. Im Test am häufigsten von uns genutzt wurden die Funktionen für Playlisten, Suche und Channel. In den Channels stehen Kanäle zu den unterschiedlichsten Themen wie „Volle Tanzfläche“, „Rückblende: Die 2000er“, „Kuschelrock“, „Hörbücher“, „Rock“, „Pop“ oder „Schlager“ zur Auswahl. Zur Verfügung stehen einem auch zahlreiche bekannte Radiosender, wie zum Beispiel N-Joy, 1Live, WDR 5 und Bayern 3.

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Playlist erstellen

Die Erstellung einer Playlist gestaltet sich sehr einfach. Im Menü „Playlist“ wird der Punkt „Playlist erstellen“ gewählt und anschließend ein Name gewählt. Anschließend wird nach passenden Songtiteln gesucht und gewünschte Songs werden mit dem Pluszeichen Playlist hinzugefügt. Die Songtitel in der Playlist lassen sich über den Abspielbutton der Reihe nach hören oder man sucht sich einen Titel heraus und hört ihn sich dann an.

Die subjektive Wiedergabequalität der Musik ist sehr hoch und gefiel uns im Test ausgesprochen gut, obwohl die Bitrate „nur“ bei 192 Kilobit pro Sekunde lag. Beim Test konnten kein Rauschen oder vergleichbare Störungen festgestellt werden. Die Songs lassen sich auf Wunsch herunterladen und offline ohne aktive Internetverbindung hören.

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Fazit im Test von Napster

Am Ende unseres Tests des Musikstreamingdienstes Napster können wir den Anbieter empfehlen. Vor allem die sehr umfassende Musikauswahlt mit über 32 Millionen Songs und die einfache Erstellung von Abspiellisten haben uns begeistert.

Die Betriebssysteme Microsoft Windows, Windows Phone, Google Android OS und Apple iOS werden unterstützt, Linux leider nicht. Die fehlende Linux-Unterstützung wird durch die plattformunabhängige Webversion der Musikdienstes teilweise ausgeglichen. Auf Grund der gebotenen Musikauswahl, unterstützten Systeme und einfachen Bedienbarkeit können wir Napster jedem Musikfan empfehlen.

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