SWV – Still

Veröffentlicht in Soul / R&B von am 16. März 2016 1 Kommentar
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SWV – Still (Foto: PR / E1 Records)

SWV verschwendeten keine Zeit damit, ihre Zuhörer an ihre fantastisches Vermächtnis in der Welt des R&Bs zu erinnern. Der Titelsong des Albums Still ist nicht nur eine Hommage und Referenz an ihren Hit song „I’m So Into You“, auch die Songs „Right Here“ und „Weak“ werden aufgegriffen. Das Packaging des Albums fühlt sich sehr wie eine dieser Legacy-Best-Of-Kompilationen an, aber zur Freude des Hörers, handelt es sich bei Still um eine komplett eigenständige und neue Platte.

Still ist ein sehr kurzes Album und das funktioniert sehr gut da die Songs alle sehr leicht und fluffig dahin gleiten. Wer herzzerreissende Oleta-Adams-Balladen oder Fantasia-artiges Herumheulen erwartet ist hier Fehl am Platz. Die Schwestern mit Stimmen (Sisters with Voices), liefern kommen im kurzen Schwarzen, und nicht in der langen ausgefallenen Abendrobe daher. Sexy und subtil.

Die Single “MCE (Man Crush Everyday)” bezieht sich auf den beliebten Instagram-Hashtag des #ManCrushMonday; der Song sagt in etwa aus, auf den Kerl steh ich nicht nur am Montag, sondern jeden Tag. Der Track “Love Song“ is ein eindeutiger DJ Mustard-Verschnitt, aber ein guter, denn im Gegensatz zu den Mustard-Sängern  TeeFli oder Ty Dolla Sign, ist Coko eine phänomenale Sängerin. Es ist regelrecht erfrischend solche stimmliche Virtuosität gepaart mit den modernen West-Coast-Beats zu hören.

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Ich schätze  SWV unheimlich dafür, dass sie mit der Zeit gegangen sind auf dem Album ohne ihre Wurzeln zu vergessen, genau dieser Fakt macht sie auch zu einer der R&B-Gruppen mit dem besten Liedgut. Die New Yorkerinnen haben verstanden wie man die Vocals des afroamerikanischen Kirchengesang perfekt mit den zur Zeit aktuellsten Beats vermengt. Auf dem Debütalbum war es der New Jack Swing, auf der 1997er Platte Release Some Tension widmeten sie sich dem East Coast Hip-Hop und heute ist es der Sound aus Los Angeles der Songs wie „Miss You“ oder „Leaving You Alone“ prägt.

Ein Zuckerl für viele SWV-Fans ist sicherlich der letzte Song des Albums „What We Gon‘ Do“; da SWV leider es nie gelang eine Platte in der 2000er Dekade zu veröffentlichen, schließen sie mit dieser Bryan Michael Cox/Stargate circa 2005 klingenden Ballade den Kreis, für alle die wissen wollten wie SWV doch wohl klängen hätten sie sich zu der Zeit zusammengerauft.  .

Ich hoffe Tyga oder Konsorte wird Tajs Amateur-Rap auf “Love Song” ersetzen und den Damen somit eine perfekte Sommersingle beschaffen. SWV is still right here.

3/5 Bewertungseinheiten

Künstler: SWV | Album: Still | Label: E1 Records  | VÖ: 5. Februar 2016 

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