Jagged Edge sind 20 Jahre im Geschäft

R&B Boyband aus Atlanta

Was für die frühen 90s Boyz II Men, Shai und Jodeci waren, sind für die späten 90s/frühen 2000er eindeutig unsere Künstler des Monats: die Gruppe Jagged Edge. Mit „Where the Party” (feat. Nelly) stürmte die Band aus Atlanta Anfang der 2000er die Club- und R&B-Charts. Bis heute ist das ihr größter Hit. Aber wie fing alles an?

Jagged Edge (Foto: Pressebild)

Wie bei so vielen anderen Soul- und R&B-Gruppen liegt bei Jagged Edge der Ursprung ihrer Karriere im Schulchor – dort trafen sich die Zwillinge Brian und Brandon Casey mit ihren späteren Bandmitgliedern Richard Wingo und Kyle Norman. Kurz nach ihrem Schulabschluss produzierten die vier ein Demo-Band. Aufgrund ihrer mangelnden Erfahrung wussten sie aber nicht, ob das, was sie gemacht hatten, gut war. Glücklicherweise ging Richard Wingo mit einem Mitglied der Gruppe Xscape, Kandi Burruss, zusammen zur Schule und so nutze er den Kontakt, gab ihr das Demo-Band in die Hand, damit sie der Gruppe noch Verbesserungsvorschläge machen könnte.

Kandi Burruss verliebte sich in das Demo und brachte es auf direktem Weg zu R&B-Mastermind Jermaine Dupri. Dupri wollte Jagged Edge zu einer männlichen Version von Xscape machen und nahm sie bei Columbia Records unter Vertrag. Und was JD anfasst, entwickelte sich damals ein ums andere Mal zu einem riesigen Erfolg. Hits wie: „Where the Party at“ und „Lets get married“ brachten Jagged Edge an die Spitze.

Ihr zweites Album „J.E. Heartbreak“ aus dem Jahr 2.000 sorgt für ihren Durchbruch und erreichte Doppel-Platin.
Leider stieg der schnelle Erfolg der Gruppe zu Kopf. Immer wieder kam es zu Verstrickungen mit dem Gesetz wie Schlägereien und Alkoholdelikte.

„Unsere Gruppe entstand in einer Zeit, in der man entweder das Bad Boy Image von Jodeci oder das das Good Guy Image von Boyz II Men hatte. Unsere Plattenfirma hätte uns lieber als lieber Pop Act gehabt. Das wäre für alle das Einfachste gewesen.“

Jermaine Dupri kämpfte für die Gruppe, weshalb sie trotz der negativen Publicity bei Columbia Records blieben. Als er jedoch selbst Columbia verließ, blieben für Jagged Edge auch die Hits aus und 2006 wurde der Abschied von Columbia Records bekannt gegeben.

Heute, zwölf Jahre später, guckt die Gruppe auf neun Alben zurück. Alle gefüllt mit dem typischen Jagged Edge-Sound – einer Mischung aus klassischem R&B, Chor-Sound der Schulzeit und einer Prise Sex aus der Nachtclubszene Atlantas.

So erfolgreich wie damals sind Jagged Edge zwar nicht mehr, aber die Band veröffentlicht weiter und verschließt sich dabei auch nicht neueren Strömungen im R&B. Ihr aktuelles Album veröffentlichten Jagged Edge 2017 unter dem Titel Album „Layover“; darauf finden sich beispielswese Trap-Elemente. Über 20 Jahre im Musikgeschäft, zusammen durch gute wie auch schlechte Zeiten gegangen und dabei sich und ihren Charakteren treu geblieben – das finden wir bewundernswert! Ihre prägten den Soundtrack einer Generation.

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