PJ Morton – Soulsänger aus New Orleans

India.Arie brachte seine Karriere in Schwung

PJ Morton hat einen interessanten Lebenslauf: Ob für India Arie, LL Cool J, Monica oder Jermaine Dupri – er hat schon vielen Größen des Musikgeschäfts kreativ unter die Arme gegriffen. So auch Maroon 5. Seit 2010 war er ihr Keyboarder und Background Sänger. Der große Erfolg als Mitglied einer Pop- und Rock-Band hielt ihn aber nicht davon ab, auch seine eigene Karriere mit seiner eigenen Musik weiterzuverfolgen.

PJ Morton (Foto: Patrick Melon via Shore Fire Media)

PJ Morton, der als Paul Morton Jr. 1981 in New Orleans geboren wurde, kam als Sohn eines Bischoffs und einer Pastorin zur Welt. Das führte dazu, dass der Gospel Louisianas ihn zu dem gemacht hat, was er heute ist.

2003, nachdem er am College seinen Abschluss im Fach Marketing gemacht hatte, widmete er sich lieber gleich seiner Leidenschaft der Musik. Große Unterstützung bekam er dabei von Soul Sängerin India.Arie. Die beiden wohnten am Morehouse College in Atlanta zufällig im gleichen Wohnheim und haben so musikalisch zusammengefunden. Dass die Chemie stimmte, merkte man schon auf India.Aries zweitem Erfolgsalbum „Voyage to India“ aus dem Jahr 2002, für das PJ Morton den Song „Interested“ schreiben durfte. Ein erster großer Schritt ins Musikgeschäft war getan!

Sein Debütalbum „Emotions“ aus dem Jahr 2005 war hingegen kein großer Erfolg, hat ihn für viele Künstler aber als Produzent und Songwriter noch interessanter gemacht. Niemand geringeres als Künstler wie Monica und Jermaine Durpi sowie die R&B-Gruppe Jagged Edge standen auf einmal bei PJ Morton vor der Tür und brachten ihn als Künstler voran.

PJ Morton (Foto: Patrick Melon via Shore Fire Media)

Doch erst 2010 sollte der Moment kommen, der für PJ Morton die nächste, größere Tür öffnen sollte: Er wurde Keyboarder und Background Sänger der Pop- und Rock-Band Maroon 5. Über Kontakte durfte er vorspielen und konnte Adam Levine und seine Band sofort begeistern.

Das reichte ihm aber nicht. Er wollte seinen eigenen Weg gehen. 2013 releaste er auf Young Money Records sein erstes Majorlabel-Debüt. „New Orleans“ hieß das Album, auf dem sogar Soul-Ikone Stevie Wonder beim „Only One“ als Gast dabei war.

Das war ein weiterer Meilenstein für PJ Morton, denn „Only One“ wurde in 2014 als „Best R&B-Song“ für einen Grammy nominiert. Nach dem Grammy Erfolg mit India.Arie 2002 war das nun die erste eigene Nominierung für PJ Morton.

Auf seinem aktuellen Album „Gumbo“ aus 2017 verfolgt er nun sein ganz eigenes Erfolgsrezept: „Gumbo ist für mich ein großer Mix verschiedener Themen, die mich beschäftigen. Ich wollte als Songwriter wachsen und dieses Mal einfach mehr sagen. Das Land ist zerrissen, es herrscht viel Spannung. All diese Themen kommen in einen großen Topf und werden serviert wie der New Orleans-Eintopf ‚Gumbo’“.
Den Kritikern scheint es geschmeckt zu haben, denn dieses Mal wurde er sogar für zwei Grammys nominiert: in der Kategorie „Best R&B Album“ sowie – mit „First Began“ – in der Kategorie „Best R&B Song“.

PJ Morton geht weiter seinen Weg. Der Weg, der ihn Ende Oktober auch für ein Konzert nach Berlin führt. Mehr dazu hier!

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Über Gunnar-Eicke Storch 17 Artikel
Gunnar-Eicke Storch gehört zur Redaktionsmannschaft von rap2soul. Nach einem Praktikum bei Radio JAM FM wurde aus dem Black Music Fan ein Black Music Experte.

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