PLattenlabel RCA trennt sich von R. Kelly

Der Sony-Konzern trennt sich offenbar vom Sänger R. Kelly . Nach übereinstimmenden Berichten von US-Medien hat das Sony-Music-Label RCA die Zusammenarbeit bereits beendet. Auf der RCA-Internetseite tauche der Name R. Kelly nicht mehr auf. Gegen den 52-Jährigen waren nach einer Fernseh-Dokumentation alte Missbrauchsvorwürfe wieder aufgeflammt und zudem neue Anschuldigungen laut geworden. R. Kelly selbst weist alle Vorwürfe zurück und bezeichnet sich als Opfer einer Rufmord-Kampagne.

R. Kelly Performs During the Hliday Jam at Fox Theater on December 27, 2016 in Atlanta, Georgia. (Photo by Prince Williams/WireImage)

Die Dokumentation „Surviving R. Kelly“ hatte zu einem Shitstorm und einer Reihe von enttäuschten Fans, nicht nur in den USA geführt. Der Radiosender PELI ONE – Dein neues Urban Music Radio teilte mit, dass die Anfragen, warum nach den Anschuldigen R. Kelly noch gespielt wird, häufen. Programmchef Jörg Wachsmuth begründete dies mit der Senderpolitik der Unschuldsvermutung, solange ein Künstler nicht verurteilt ist, wird er von uns als Unschuldig angenommen. 

Die deutschsprachige Version der Dokumentation wird Mitte Mai im Pay-TV gezeigt. R. Kelly hatte für April ursprünglich Konzerte in Deutschland und Europa geplant. Auch ein neues Album war in Vorbereitungen.

 Am vergangenen Mittwoch hatte es daraufhin Proteste vor der Zentrale von Sony Music in New York gegeben. Tausende Menschen hatten zudem in Online-Petitionen gefordert, dass sich das Label nach den Vorwürfen von dem Musiker trennt.

Über Jörg Wachsmuth 793 Artikel
Jörg Wachsmuth gehört zu den beiden Gründern von rap2soul. Er ist Chefredakteur des Portals. Wachsmuth gehörte zur OffAir-Crew von Kiss FM Berlin, war von 1994 bis 2005 Moderator und Redakteur bei Radio Jam FM und später als Moderator von Radio BHeins in Potsdam (2015 - 2018). Aktuell ist er Chef und Morgenmoderator bei PELI ONE - Dein neues Urban Music Radio. Der ausgebildete PR-Berater und Journalist ist auch Mitglied der Jury 25 "Soul, R&B und Hip Hop" beim Preis der deutschen Schallplattenkritik e.V.

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