Der wichtigste Genre-Sampler des laufenden Jahres ist erschienen. „Reggae Gold 2011“ klammert 16 Beispiele der aktuellen Spielweisen (und –wiesen), die einen klaren Trend in Richtung mehr Foundation und mehr Roots spiegeln. Melodischere Gestaltung und Mut zu weicheren Produktionen – davon zeugt bereits der Opener „Jah Army“ von der Marley-Seilschaft (Stephen und Damian) featuring Buju Banton. Aber auch Altmeister Beres Hammond mit „Pull Up“ und Tarrus Riley mit „Groovy Little Thing“ künden von der Abkehr der in den letzten Jahren dominierenden harten Klänge. Alborosie featuring Camilla treten mit „One Draw“ sogar in den Wettbewerb ein um den legitimen Nachfolger des alten Mainstreamerfolgs „Girlie Girlie“ von Sophia George. [mehr…]
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Shabba Ranks,
Stephen Marley,
Tarrus Riley,
Vybz Kartel
Ganz so wild geht es nicht zu. Eher unbeschwert und entspannt. Der älteste Sohn von Bob und Rita pflegt auf seinem vierten Soloalbum das Vermächtnis seines (über)großen Vaters. Immer gut tanzbar und nah dran an dessen Originalsound, der anders klang als die später in Europa veröffentlichten Platten. Ziggy reizt die Spannweite aus zwischen conscious lyrics und Reggae-Klischees (inklusive einer Ode an die Hanfpflanze im Opener mit Schauspieler Woody Harrelson als illustrem Gast). [mehr…]
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Ziggy Marley
Das Meer rauscht. Was ist Milchbar für ein Sampler, über den Fans schreiben, er ist Entspannung pur. Die Liste der Interpreten, zu der auch Nena gehört, deutet zunächst daraufhin, diese CD hat nix mit der Black Music zu tun, wie rap2soul sie versteht, aber… Ja, auch der Großstadtmensch braucht Entspannung vom Urban Lifestyle. Die findet er in der Milchbar von Blank & Jones. Sie laden zu ihrer dritten Saison in die Milchbar auf Norderney ein. Längst hat die Insel nicht nur einen festen Platz in ihrem Tourkalender, sondern auch in ihren Herzen. Neben Ibiza, Mallorca, Santorini, Kos, Miami und Las Vegas ist die Milchbar auf Norderney dieses Jahr gleich zweimal Schauplatz für die legendären “Sunset Sessions”. Sehr zur Freude entsteht dabei ein Sound, der weit entfernt ist, wofür Menschen regelmäßig zum Ballermann saufen und feiern fliegen. [mehr…]
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Blank & Jones,
Milchbar
Ein neues Album des Isley Brothers-Tastenmanns. Inwieweit kann das heute noch relevant sein? Nun, es offenbart einen Blick auf die guten alten Zeiten, im „heute“ angekommen ist es nicht. Wer in den Achtzigern sozialisiert wurde, bekommt eine ganze LP im Klangspektrum dieser Dekade für sein Geld. [mehr…]
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Chris Jasper
The Human League – Credo
Der Aufschrei kommt nach 15 vielversprechenden Sekunden des Openers, als THL den Autotune-Effekt anwerfen. Will das 80er-Bindeglied zwischen Kraftwerk und heutiger elektronischer Popmusik sich Ke$ha, Pink und Gedöns anbiedern? Wer die Band nicht (wirklich) kennt: das Projekt von Philip Oakey kann aus heutiger Sicht keinesfalls auf „Don’t You Want Me“ reduziert werden. [mehr…]
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The Human League
„Me & Mrs. Jones“ – das stand jahrelang auf einem Büroschrank in Berlin-Lankwitz, der eigentlich eine Schatztruhe war. Denn Beate Dyballa (jetzt rap2soul-Fachredakteurin) und Megan Jones lagerten darin ihre Juwelen, mit denen sie ihre Shows „Nightgroove“ und „Replay“ auf JAM FM bestückten. Die Berlinerin und die Australierin waren jede für sich eine „Jane Peel“; aber eigentlich war jeder Moderator, der bei dem Black Music-Kultsender damals eine Autorensendung bestückte, so etwas wie ein kleiner Bruder des großen John von der BBC, der leider von uns gegangen ist. [mehr…]
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Friend 'N Fellow
Der Hype um den Jungen aus Hawaii geht an Deutschland nicht vorbei. Auf B.o.B.’s „Nothin’ on you“ hinterließ er tiefe Eindrücke in kritischen Ohren, doch das Debütalbum bleibt hinter den Erwartungen zurück. Mars gefällt sich in durchaus irdischen und zeitgeistig gehaltenen Melodien. [mehr…]
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Bruno Mars
Vorsicht: nicht vom Plattencover fehlleiten lassen, das auf eine Soulsister wie Janelle Monae oder Erykah Badu schließen lässt! Die hornbebrillte Franko-Nigerianerin öffnet zwar auch ihre Seele, liebt aber locker-luftig-leichte Melodien. [mehr…]
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Asa
Willkommen in der Stadt! Mit seinem neuen Album “Taxidrive” greift Levthand ein globales Thema auf. Wenn man in eine unbekannte Stadt kommt, in der man nie zuvor war, dann gehört eine Taxifahrt auf jeden Fall mit zu den besten Dingen die man unternehmen kann, um diesen neuen Ort zu entdecken. Natürlich weiß der Taxifahrer ganz genau, wo man hin will – außerdem kann man sich völlig sicher sein, dass er die ganzen Plätze, Bars und Szenen kennt wo „was los“ ist – sowie natürlich so gut wie alle Leute, die an diesen Plätzen leben und arbeiten. [mehr…]
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Kim Appleby,
Levthand,
Solar,
Son Of Slaves
Hinter dem Mann mit dem Namen, der eher zu einer Deutschrock-Gruppe passen würde, steckt ein Rapper, der einen Plan B parat und diesen überzeugend umgesetzt hat. Ein Album aufzunehmen, das sich an der Stilistik des „Northern Soul“ orientiert – für einen im Grime beheimateten Künstler ein ungewöhnliches Projekt. [mehr…]
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Plan B