Am Montagabend verwandelte sich das Lincoln Center in New York City in einen magischen Ort: Ariana Grande und Cynthia Erivo präsentierten gemeinsam mit ihren Co-Stars die US-Premiere von Wicked: For Good, dem zweiten Teil der erfolgreichen Musical-Verfilmung. Die beiden Hauptdarstellerinnen, die Glinda und Elphaba verkörpern, traten in monochromen, hochdramatischen Outfits auf – Grande in einer Bustier-Ballrobe mit Tüllrock, Erivo in einem schwarzen Kleid mit Federdetails und übergroßen Sonnenbrillen. Gemeinsam posierten sie Hand in Hand und setzten damit ein klares Zeichen der Einheit, nachdem ihre Interaktionen zuletzt von Fans kritisch kommentiert worden waren.
Solidarität statt Interviews

Die Premiere verlief nicht ohne Einschränkungen: Cynthia Erivo hatte ihre Stimme verloren, weshalb sie und Grande auf Interviews verzichteten. Ariana erklärte auf dem Livestream, sie wolle ihre Kollegin schützen: „Ich lasse sie nicht sprechen, sie muss ihre Stimme schonen“. Stattdessen konzentrierten sich beide auf den roten Teppich und die Begegnung mit Fans. Diese Geste unterstrich die enge Freundschaft der beiden, die sich über fünf Jahre gemeinsamer Arbeit an den beiden Wicked-Filmen entwickelt hat.
Ein globaler Promo-Marathon
Die New Yorker Premiere war der letzte Stopp einer intensiven Welt-Tour, die zuvor Stationen in São Paulo, Paris, London und Singapur hatte. Schon dort kam es zu einem Zwischenfall, der weltweit Schlagzeilen machte: Ein Mann sprang über die Absperrungen und packte Ariana Grande aggressiv am roten Teppich. Cynthia Erivo reagierte blitzschnell und stieß den Eindringling von ihrer Kollegin weg, bevor Sicherheitskräfte eingriffen.
Urteil gegen den „Serial Intruder“
Der Täter, der 26-jährige Australier Johnson Wen, ist kein Unbekannter. Unter dem Spitznamen „Pyjama Man“ oder „Most Hated Troll“ hat er bereits mehrfach Konzerte von Stars wie Katy Perry und The Weeknd gestört. Ein Gericht in Singapur verurteilte ihn nun zu neun Tagen Haft wegen öffentlicher Belästigung. Richter Christopher Goh bezeichnete ihn als „aufmerksamkeitssüchtig“ und machte deutlich, dass sein Verhalten Konsequenzen haben müsse. Die Staatsanwaltschaft sprach von einem „Serial Intruder“, der seine Aktionen gezielt für Social-Media-Aufmerksamkeit inszeniere.
Emotionale Dimension
Für Ariana Grande war der Vorfall besonders belastend, da sie seit dem Terroranschlag bei ihrem Konzert in Manchester 2017 offen über ihre PTSD-Erfahrungen spricht. Viele Fans kritisierten den Eindringling scharf und warfen ihm vor, die Sängerin erneut traumatisiert zu haben. Cynthia Erivo betonte bei einem Screening in Los Angeles: „Wir haben einiges durchgemacht – sogar in dieser letzten Woche. Aber dieser Film hat uns wachsen lassen, als Menschen und als Künstlerinnen“.
Glanzvoll
Die Premiere von Wicked: For Good in New York war ein glanzvoller Abschluss einer turbulenten Promo-Tour. Ariana Grande und Cynthia Erivo zeigten Stärke, Zusammenhalt und Glamour, während die juristische Aufarbeitung des Singapur-Vorfalls ein klares Signal gegen Grenzüberschreitungen setzte. Für Fans bedeutet der Kinostart am 21. November nicht nur das Wiedersehen mit den Hexen von Oz, sondern auch den Triumph zweier Künstlerinnen, die trotz Widrigkeiten ihre Magie auf die Leinwand bringen.
Quellen: Daily Mail, Variety, People, E! News, BroadwayWorld, Rolling Stone, Yahoo News, ComicBookMovie, Independent, Hollywood Reporter. | mit KI
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