Cardi B begeistert Saudi-Arabien

Cardi B sorgte beim Soundstorm Festival in Riyadh für Aufsehen: Mit einem energiegeladenen, aber regelkonformen Auftritt gewann sie die Fans und lobte Saudi-Arabien öffentlich. Ihre Mischung aus Hits, kulturellen Gesten und Social-Media-Kommentaren machte sie zum viralen Thema in US-, UK- und arabischen Medien.

Cardi B begeistert Saudi-Arabien: Soundstorm Festival wird zur globalen Bühne

 

Cardi B (Foto: Brian Ziff 2025)
Cardi B (Foto: Brian Ziff 2025)

Cardi B hat am Wochenende beim Soundstorm Festival 2025 in Riyadh eindrucksvoll gezeigt, wie sich internationale Stars auf einer streng regulierten Bühne behaupten können. Die US-Rapperin, bekannt für ihre expliziten Texte und provokanten Outfits, präsentierte einen energiegeladenen, aber bewusst angepassten Auftritt, der sowohl die lokalen Regeln respektierte als auch ihre weltweite Fangemeinde begeisterte.

Bereits ihre Ankunft sorgte für Schlagzeilen: In sozialen Medien nannte sie sich augenzwinkernd „Halal B“ und zeigte sich in einer langen schwarzen Robe mit Kopfbedeckung. Auf der Bühne begrüßte sie die Menge mit einem lauten „Salam Alaikum“ und bezeichnete das Land mehrfach als „Mashallah“. Diese kulturellen Gesten lösten eine Welle der Begeisterung aus, die weit über Saudi-Arabien hinausging. US- und UK-Medien wie Yahoo Entertainment, Guardian und The New Arab berichteten ausführlich über die ungewöhnliche Mischung aus Bronx-Energie und arabischem Flair.

Ihr Set bestand aus Klassikern wie „Bartier Cardi“, „Press“ und „I Like It“, ergänzt durch neue Songs ihres Albums Am I the Drama?. Auffällig war die fast vollständige Abwesenheit von Schimpfwörtern, ein bewusster Schritt, um den kulturellen Rahmenbedingungen gerecht zu werden. Trotz dieser Einschränkungen blieb die Performance elektrisierend – unterstützt von Tänzern, farbenfrohen Visuals und arabisch inspirierten Bühnenbildern.

Abseits der Bühne zeigte Cardi B ihre Begeisterung für das Land: Sie lobte die moderne Infrastruktur, die Luxus-Malls und die Freundlichkeit der Menschen. In einem viel beachteten Statement erklärte sie sogar, dass sie Saudi-Arabien mehr genieße als die USA und die Fans sie überzeugen müssten, zurückzukehren. Diese Aussagen machten sie zum viralen Gesprächsthema in internationalen Medien und sozialen Netzwerken.

Das Soundstorm Festival selbst unterstrich seine Rolle als Schlüsselereignis der Vision 2030-Strategie Saudi-Arabiens, mit internationalen Stars wie Young Thug, Miguel und Metro Boomin. Für Cardi B war es nicht nur ein Auftritt, sondern ein globales Statement: Sie bewies, dass Hip-Hop auch unter restriktiven Bedingungen seine Kraft entfalten kann – und dass kulturelle Anpassung nicht gleichbedeutend mit künstlerischem Verlust ist.| mit KI

Über Jörg Wachsmuth 2819 Artikel
Jörg Wachsmuth gehört zu den beiden Gründern von rap2soul. Er ist Chefredakteur des Portals. Wachsmuth gehörte zur OffAir-Crew von Kiss FM Berlin, war von 1994 bis 2005 Moderator und Redakteur bei Radio Jam FM und später als Moderator von Radio BHeins in Potsdam (2015 - 2018). Aktuell ist er Chef und Morgenmoderator bei PELI ONE - Dein neues Urban Music Radio. Der ausgebildete PR-Berater und Journalist ist auch Mitglied der Jury 25 "Soul, R&B und Hip Hop" beim Preis der deutschen Schallplattenkritik e.V.

Hinterlasse jetzt einen Kommentar

Kommentar hinterlassen

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.




* Diese DSGVO-Checkbox ist ein Pflichtfeld. Dieses Formular speichert den von Dir angegebenen Namen (Du kannst anstelle Deines echten Namens gerne ein Pseudonym verwenden!), die E-Mail-Adresse sowie den Inhalt (Deinen Kommentartext), damit wir den Überblick über auf dieser Website veröffentlichte Kommentare behalten. Für detaillierte Informationen, wo, wie und warum wir deine Daten speichern, wirf bitte einen Blick in unsere Datenschutzerklärung.