Der Fall um David Marvin Blake Jr., den Sohn des legendären Westcoast-Produzenten DJ Quik, sorgt in den USA weiterhin für großes Aufsehen. Ein Geschworenengericht im Los Angeles County hat Blake Jr. Anfang Dezember wegen Mordes zweiten Grades sowie Schüssen aus einem Fahrzeug schuldig gesprochen. Ihm drohen nun bis zu 40 Jahre bis lebenslang im Gefängnis.
Der Vorfall geht auf den 25. Mai 2022 zurück. In Downey, einer Stadt südöstlich von Los Angeles, kam es laut Staatsanwaltschaft zu einer Auseinandersetzung zwischen dem späteren Opfer Julio Moises Cardoza Jr. und einem weiteren Mann. Blake Jr., der sich in einem Auto befand, soll daraufhin mehrfach aus dem Fahrzeug heraus auf Cardoza geschossen haben, bevor er floh. Cardoza erlag später im Krankenhaus seinen Verletzungen.
Die Berichterstattung in den USA ist breit gefächert:
- HipHopWired meldete als erstes die Verurteilung und verwies auf die drohende Höchststrafe.
- XXL Magazine bestätigte die Details des Tathergangs und hob hervor, dass Blake Jr. bereits am Folgetag des Vorfalls festgenommen wurde.
- AllHipHop betonte die Schwere der zusätzlichen Vorwürfe, darunter der Einsatz einer Schusswaffe und schwere Körperverletzung, die das Strafmaß weiter erhöhen könnten.
- The Downey Patriot, eine lokale Zeitung, lieferte präzise Informationen aus dem Gerichtssaal und bestätigte den Termin für die Urteilsverkündung am 6. Februar.
- Auch Billboard und Complex berichteten ausführlich über den Fall und ordneten die Bedeutung für DJ Quik und die Westcoast-Szene ein.
Blake Jr., der unter dem Künstlernamen D. Blake selbst musikalisch aktiv war und bereits auf DJ Quiks Album The Midnight Life (2014) zu hören war, stand schon länger im Schatten seines berühmten Vaters. Die Verurteilung trifft die Hip-Hop-Community hart, da DJ Quik als einer der einflussreichsten Produzenten der Westküste gilt und sich in der Vergangenheit mehrfach öffentlich zu familiären Herausforderungen geäußert hatte.
Die endgültige Strafe wird im Februar verkündet. Bis dahin bleibt Blake Jr. in Haft. Die US-Medien rechnen mit einer sehr hohen Strafe, da die Jury sowohl die Schüsse aus dem Fahrzeug als auch die schwere Körperverletzung als erwiesen ansah. | mit Ki
Kommentar hinterlassen