Drake vs. Ebro: Streit um „Right Wing“-Vorwurf nach Hot 97-Aus

Drake hat mit einem simplen Emoji auf das Ende von Ebro in the Morning reagiert – und damit eine Welle von Kritik ausgelöst. Ebro Darden bezeichnete ihn daraufhin als „Right Wing“, während Peter Rosenberg von „wack behavior“ sprach.

Drake vs. Ebro: Streit um „Right Wing“-Vorwurf nach Hot 97-Aus

Drake (Foto: Universal Music)
Drake (Foto: Universal Music)

Das Ende der traditionsreichen Morgensendung Ebro in the Morning bei Hot 97 sorgt nicht nur in den USA, sondern auch international für Schlagzeilen. Am 12. Dezember 2025 lief die letzte Ausgabe der Show, die seit 2012 von Ebro Darden, Peter Rosenberg und Laura Stylez moderiert wurde. Während viele Fans den abrupten Abschied mit Bedauern aufnahmen, reagierte Superstar Drake mit einem einzigen Emoji: einem Axt-Symbol unter einem Instagram-Post, der das Aus der Sendung thematisierte.

Diese scheinbar beiläufige Reaktion wurde von den ehemaligen Hosts als hämisch verstanden. Rosenberg warf Drake öffentlich vor, sich über ihr „Demise“ zu freuen, und nannte sein Verhalten „wack“. Er ging sogar so weit, Drakes Fanbasis als „Twitch-Kommentatoren“ und „Virgins“ zu verspotten. Ebro Darden wiederum griff den kanadischen Rapper auf X (ehemals Twitter) frontal an und bezeichnete ihn als „Right Wing“ – eine politische Zuschreibung, die Drake selbst nie öffentlich gemacht hat.

Ebro erklärte in einem Video, dass die Absetzung seiner Show auch mit seinen „progressiven“ und „anti-Netanyahu“-Positionen zusammenhänge. Er warf Hot 97 vor, sich stärker an Unternehmensinteressen und Lizenzgeschäften zu orientieren als an Hip-Hop-Kultur und kritischer Berichterstattung. Damit stellte er die Entscheidung in einen größeren Kontext: Medienhäuser müssten unbequeme Stimmen ausschalten, um ihre Geschäftsmodelle zu sichern.

Die Auseinandersetzung ist nicht neu. Schon in den vergangenen Jahren hatten Ebro und Rosenberg wiederholt Kritik an Drake geäußert – etwa, dass er sich nicht zu gesellschaftlichen Fragen äußere und nur auf seine eigene Karriere fokussiert sei. Drakes ironische Emoji-Reaktion wirkte daher wie eine Fortsetzung eines alten Konflikts.

Auch in britischen Medien wurde der Schlagabtausch aufgegriffen. Dort wird betont, dass das Ende von Ebro in the Morning einen Einschnitt für Hip-Hop-Radio darstellt und gleichzeitig die Spannungen zwischen Künstlern und Medienpersönlichkeiten verdeutlicht. Während Fans online über die politische Dimension diskutieren, bleibt offen, ob Drake bewusst eine „rechte“ Haltung signalisieren wollte oder lediglich einen provokanten Seitenhieb platzierte.

Fest steht: Das Ende von Ebro in the Morning markiert nicht nur das Aus einer wichtigen Plattform für Hip-Hop-Interviews, sondern auch einen neuen Höhepunkt im Dauerstreit zwischen Drake und den New Yorker Radioveteranen. | mit KI

Über Jörg Wachsmuth 2819 Artikel
Jörg Wachsmuth gehört zu den beiden Gründern von rap2soul. Er ist Chefredakteur des Portals. Wachsmuth gehörte zur OffAir-Crew von Kiss FM Berlin, war von 1994 bis 2005 Moderator und Redakteur bei Radio Jam FM und später als Moderator von Radio BHeins in Potsdam (2015 - 2018). Aktuell ist er Chef und Morgenmoderator bei PELI ONE - Dein neues Urban Music Radio. Der ausgebildete PR-Berater und Journalist ist auch Mitglied der Jury 25 "Soul, R&B und Hip Hop" beim Preis der deutschen Schallplattenkritik e.V.

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