Enissa Amani nach Drohnenangriff auf Ärzteboot operiert – Hilfsmission nach Gaza unter Beschuss

Die iranisch-deutsche Künstlerin Enissa Amani ist bei ihrer Teilnahme an der Global Sumud Flotilla offenbar Opfer eines Drohnenangriffs geworden und musste auf einem Ärzteboot notoperiert werden. Die Hilfsflotte, bestehend aus über 40 Booten und rund 300 Aktivisten aus 44 Ländern, war am 14. September 2025 von Tunesien aus in Richtung Gazastreifen gestartet – mit dem Ziel, humanitäre Hilfe zu leisten und auf die Blockade aufmerksam zu machen.

Enissa Amani, Greta Thunberg und weitere Aktivist:innen auf einem Boot mit palästinensischer Flagge, unterwegs auf dem Mittelmeer Richtung Gaza. (KI-Bild)
Global Sumud Flotilla- Enissa Amani, Greta Thunberg und weitere Aktivisten auf einem Boot mit palästinensischer Flagge, unterwegs auf dem Mittelmeer Richtung Gaza. (KI-Symbol-Bild)

Wie raptastisch berichtet, wurde Amani bei einem nächtlichen Angriff vor der griechischen Küste verletzt. Die Organisatoren der Flottille sprechen von mindestens neun Angriffen durch über 15 Drohnen, die Schallbomben, explosive Objekte und mutmaßlich chemische Substanzen abwarfen. Die Kommunikation der Boote wurde gestört, mehrere Schiffe sind nicht mehr einsatzfähig. Amani selbst hatte bereits zuvor auf Instagram von ihrer Angst und der angespannten Lage berichtet, nun meldete sie sich erneut – diesmal aus medizinischer Behandlung auf einem Ärzteboot.

Die israelische Regierung bestreitet die Vorwürfe und bezeichnet die Mission als „gewaltsam“ und „unterstützend für Hamas“. Sie bot an, die Hilfsgüter über den Hafen Ashkelon entgegenzunehmen und weiterzuleiten – ein Vorschlag, den die Aktivisten ablehnten. „Wir müssen sicherstellen, dass unsere Hilfe wirklich ankommt“, erklärte der brasilianische Mitorganisator Thiago Ávila.

Neben Amani ist auch Greta Thunberg Teil der Flottille. Die prominente Beteiligung sorgt international für Aufmerksamkeit, während deutsche Medien bislang nur verhalten berichten. UN-Sonderberichterstatterin Francesca Albanese verurteilte die Angriffe und forderte Schutzmaßnahmen für die Mission.

Die Global Sumud Flotilla bleibt trotz der Angriffe entschlossen, ihre Route nach Gaza fortzusetzen. Für Enissa Amani ist die Mission nicht nur politisch, sondern zutiefst persönlich: „Ich gebe zu, ich habe große Angst – aber ich bin hier, weil ich glaube, dass wir etwas verändern können“, schrieb sie vor wenigen Tagen.

„All Eyes on Gaza – Stoppt den Genozid!“: Hip-Hop trifft Aktivismus in Berlin – Veranstaltung mit Konzerten u.a. K.I.Z. auf dem Platz der Republik am Samstag, den 27. September 2025 in Berlin mehr | mit KI

 

Über Jörg Wachsmuth 2723 Artikel
Jörg Wachsmuth gehört zu den beiden Gründern von rap2soul. Er ist Chefredakteur des Portals. Wachsmuth gehörte zur OffAir-Crew von Kiss FM Berlin, war von 1994 bis 2005 Moderator und Redakteur bei Radio Jam FM und später als Moderator von Radio BHeins in Potsdam (2015 - 2018). Aktuell ist er Chef und Morgenmoderator bei PELI ONE - Dein neues Urban Music Radio. Der ausgebildete PR-Berater und Journalist ist auch Mitglied der Jury 25 "Soul, R&B und Hip Hop" beim Preis der deutschen Schallplattenkritik e.V.

Hinterlasse jetzt einen Kommentar

Kommentar hinterlassen

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.




* Diese DSGVO-Checkbox ist ein Pflichtfeld. Dieses Formular speichert den von Dir angegebenen Namen (Du kannst anstelle Deines echten Namens gerne ein Pseudonym verwenden!), die E-Mail-Adresse sowie den Inhalt (Deinen Kommentartext), damit wir den Überblick über auf dieser Website veröffentlichte Kommentare behalten. Für detaillierte Informationen, wo, wie und warum wir deine Daten speichern, wirf bitte einen Blick in unsere Datenschutzerklärung.