Die Netflix-Dokumentation Babo über Haftbefehl erzeugte einen viralen Moment, als der Rapper in einer Szene Reinhard Meys 1970 erschienenes Lied „In meinem Garten“ abspielte und leise mitsang, was in Sozialen Medien rasch die Runde machte und dem Song wieder Aufmerksamkeit verschaffte. Durch die Sichtbarkeit der Doku stiegen Streamingzahlen und Interesse an Meys Werk innerhalb kürzester Zeit deutlich.

Parallel zum viralen Clip berichten Medien, dass sich Reinhard Meys monatliche Hörerzahlen auf Spotify deutlich erhöht und sein besagter Song in die Top 50 der Streaming-Charts eingezogen ist. Raptastisch dokumentiert, dass Meys Gesamt-Streamingzahlen sich seit Erscheinen der Doku nahezu verdoppelt hätten und „In meinem Garten“ auf Plattformen wie Spotify und Apple zu den meistgehörten Titeln des Künstlers avanciert.
Die Offiziellen Deutschen Single-Charts stellen den Effekt offiziell fest: Haftbefehl platzierte mehrere Titel gleichzeitig in den Single-Charts, und Reinhard Meys „In meinem Garten“ feierte erstmals ein Chartdebüt — ein Comeback 55 Jahre nach der Erstveröffentlichung, das ihm den bislang größten Abstand zwischen Erstveröffentlichung und Chartdebüt eines deutschsprachigen Titels bescherte. GfK Entertainment verzeichnete außerdem, dass gleich mehrere Songs aus der Doku Eingang in die Hitlisten fanden, was die Reichweite und den Nachhall der Produktion unterstreicht.
Medien wie Bunte und Schlagerprofis heben hervor, dass dieser generationenübergreifende Effekt nicht nur Zahlen veränderte, sondern auch eine ungewöhnliche musikalische Verbindung sichtbar machte: die rohe Straßenerfahrung von Haftbefehl trifft auf die poetische Intimität von Reinhard Mey — mit unmittelbaren Folgen für Reichweite und Chartplatzierungen beider Künstler.
Für Mey bedeutet der Effekt einen neuen Eintrag in die Chartgeschichte; für die Doku und Haftbefehl ist es ein Beleg dafür, wie ein starkes filmisches Moment traditionelle Musik wieder in den Fokus jüngerer Hörer rücken kann.| mit Ki
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