Der Mordprozess gegen Duane „Keffe D“ Davis im Fall Tupac Shakur wurde erneut verschoben – diesmal auf den 10. August 2026. Grund ist die enorme Menge an Beweismaterial, die seine Verteidigung prüfen muss.
Keffe D’s Tupac-Mordprozess erneut verschoben: Gericht gewährt Zeit für „voluminöse“ Beweise

© 2017 Constantin Film
Fast drei Jahrzehnte nach dem tödlichen Drive-by-Shooting in Las Vegas bleibt der Mord an Tupac Shakur eines der meistbeachteten ungelösten Verbrechen der Hip-Hop-Geschichte. Nun hat das zuständige Gericht den Prozess gegen Duane Keith „Keffe D“ Davis, der wegen seiner mutmaßlichen Rolle bei der Tat angeklagt ist, erneut verschoben – auf den 10. August 2026.
Die Entscheidung fiel, nachdem die Verteidigung von Davis mehr Zeit beantragt hatte, um eine „voluminöse“ Beweisakte zu sichten. Laut Gerichtsdokumenten umfasst diese Akte Interviews, alte Polizeiberichte, frühere Aussagen und zahlreiche Materialien, die die Staatsanwaltschaft im Verfahren vorlegen will. Die Anklage widersprach dem Antrag nicht, sodass Richterin Carli Kierny die Verschiebung genehmigte.
Der Prozess war ursprünglich für Februar 2026 angesetzt, nachdem er zuvor bereits mehrfach verschoben worden war. Davis sitzt seit seiner Festnahme am 29. September 2023 in Haft. Ihm wird vorgeworfen, den Anschlag auf Tupac am 7. September 1996 mit organisiert zu haben. Der Rapper starb sechs Tage später im Alter von nur 25 Jahren. Die Ermittler stützen ihre Anklage auch auf Aussagen, die Davis über Jahre hinweg in Interviews und in seiner 2019 erschienenen Autobiografie „Compton Street Legend“ gemacht hat. Darin schilderte er seine eigene Rolle in jener Nacht – Aussagen, die die Staatsanwaltschaft nun als belastendes Material wertet.
Besondere Brisanz erhält der Fall dadurch, dass viele der damals beteiligten Personen inzwischen verstorben sind, darunter Orlando Anderson, Davis’ Neffe, der lange als mutmaßlicher Schütze galt. Damit ist Keffe D einer der letzten lebenden Zeugen mit direktem Wissen über die Ereignisse. Seine Verteidigung argumentiert inzwischen, Davis habe seine Rolle übertrieben oder gar erfunden, um Aufmerksamkeit zu erlangen und finanziell zu profitieren.
Die Verschiebung verdeutlicht die Komplexität des Verfahrens: Fast 30 Jahre alte Ermittlungsakten, widersprüchliche Aussagen und die mediale Dauerpräsenz des Falls machen die Vorbereitung für beide Seiten zu einer Mammutaufgabe. Für die Hip-Hop-Community bedeutet die erneute Verzögerung, dass die ersehnte juristische Aufarbeitung weiter auf sich warten lässt.
Fazit: Der Prozess gegen Keffe D ist nun für August 2026 angesetzt. Bis dahin bleibt offen, ob die Justiz endlich Klarheit in einem der größten Kriminalfälle der Musikgeschichte schaffen kann. | mit KI
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