Was als popkultureller Triumph begann, entwickelt sich zum gesundheitlichen Risiko: Shirin Davids Sommerhit „Bauch Beine Po“ hat nicht nur die Charts erobert, sondern auch einen beispiellosen Boom um Matcha-Getränke ausgelöst. Die Zeile „Iced Matcha Latte“ wurde zur Trendformel – mit weitreichenden Folgen. Laut dem Deutschen Tee- und Kräutertee-Verband stieg der Import von Matcha aus Japan allein in Deutschland um 240 Prozent. Die japanische Regierung sah sich sogar gezwungen, die Produktion von Tencha – dem Ausgangsprodukt von Matcha – staatlich zu subventionieren.

Doch nun warnt die Verbraucherzentrale NRW vor möglichen Gesundheitsrisiken. Der Begriff „Matcha“ ist in Deutschland nicht rechtlich geschützt, was bedeutet, dass viele Produkte nicht den traditionellen Herstellungsstandards entsprechen. Zudem können Teepflanzen je nach Anbaugebiet Schwermetalle wie Aluminium und Blei aufnehmen. Diese Stoffe gelten als potenziell gesundheitsschädlich, insbesondere bei regelmäßigem Konsum. Die Empfehlung: maximal drei Tassen täglich, mit höchstens einem Gramm Matchapulver pro Portion – und regelmäßiger Markenwechsel zur Schadstoffvermeidung.
Für Shirin David-Fans ist das ein Dämpfer. Die Rapperin hatte bereits angekündigt, weitere Matcha-Produkte auf den Markt bringen zu wollen. Ob sie nun auf die Warnungen reagiert, bleibt abzuwarten. Klar ist: Der Einfluss von Musik auf Konsumverhalten ist stärker denn je – und birgt auch Verantwortung. | mit KI
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