Megan Thee Stallion hat ihre Verleumdungsklage gegen Bloggerin Milagro Gramz gewonnen. Ein Gericht in Florida sprach ihr 59.000 Dollar zu und bestätigte, dass Gramz durch die Förderung eines Deepfake-Videos und falscher Behauptungen erheblichen Schaden angerichtet hat.
Megan Thee Stallion siegt im Verleumdungsprozess gegen Bloggerin Milagro Gramz
Megan Thee Stallion, eine der erfolgreichsten Rapperinnen der Gegenwart, hat einen wichtigen juristischen Sieg errungen: Ein Gericht in Florida entschied zugunsten der Grammy-Gewinnerin in ihrer Verleumdungsklage gegen die Bloggerin Milagro Gramz (bürgerlich Milagro Cooper). Die Jury befand Gramz für schuldig, Megan durch die Förderung eines sexuell expliziten Deepfake-Videos und durch falsche Aussagen im Zusammenhang mit dem Fall Tory Lanez diffamiert zu haben.

Die Klage, die Megan im Oktober 2024 eingereicht hatte, war eng mit dem Prozess gegen Tory Lanez verknüpft, der 2020 auf Megan geschossen hatte und dafür 2023 zu zehn Jahren Haft verurteilt wurde. Megan argumentierte, Gramz habe als „Mundstück“ und „bezahlte Stellvertreterin“ für Lanez agiert, indem sie gezielt Falschinformationen verbreitete und ihre Follower dazu aufforderte, ein Deepfake-Video zu konsumieren. Das Gericht sprach Megan zunächst 75.000 Dollar zu, die Summe wurde später auf 59.000 Dollar reduziert. Zusätzlich muss Gramz voraussichtlich die erheblichen Anwaltskosten tragen.
Während des Prozesses schilderte Megan eindringlich die psychischen Folgen der Kampagne: Sie fühle sich „besiegt“ und sei durch die ständige öffentliche Diffamierung und das Deepfake-Video schwer belastet. Ihr ehemaliger Manager bestätigte, dass Megan aufgrund der Vorfälle eine Therapie im Wert von rund 240.000 Dollar durchlaufen musste. Auch geschäftlich erlitt die Rapperin Verluste: Deals mit großen Marken wie Activision („Call of Duty“) oder Google Pixel platzten, da sie nicht voll präsent sein konnte.
Gramz selbst zeigte sich nach dem Urteil enttäuscht, akzeptierte jedoch die Entscheidung der Jury. Ihre Anwälte warnten vor einem „abschreckenden Effekt“ auf unabhängige Blogger und Kommentatoren. Megan hingegen sprach von einem Moment der Genugtuung: „I’m just happy“, sagte sie nach der Urteilsverkündung.
Der Fall markiert einen Meilenstein im Umgang mit Deepfakes und Online-Harassment. Er zeigt, dass auch digitale Kampagnen gegen Künstlerinnen rechtliche Konsequenzen haben können. Für Megan Thee Stallion bedeutet das Urteil nicht nur eine persönliche Genugtuung, sondern auch ein Signal an die Musikindustrie und die digitale Öffentlichkeit: Verleumdung und Missbrauch von Technologie zur Rufschädigung bleiben nicht folgenlos. | mit Ki
Kommentar hinterlassen