Die aus Wien stammende Wahl-Berlinerin Panah, bekannt für ihre eindringliche Musik und klare Haltung, hat auf ihren Social-Media-Kanälen scharfe Kritik an der Deutschen Bahn geäußert. Der Grund: Sie wurde trotz rechtzeitiger Anmeldung einer Einstiegshilfe nicht transportiert – angeblich, weil zu viele Tickets verkauft worden seien. Für Panah, die seit ihrer Kindheit auf einen Rollstuhl angewiesen ist, ist das kein Einzelfall, sondern Ausdruck eines strukturellen Problems.

„Jetzt hab ich gestern für heute um 12:28 Hilfe angemeldet und werde gerade wieder ‚vertröstet‘, weil man auf einem anderen Gleis bereits jemandem helfen muss – which is amazing! Aber normalisiert, dass ihr mehr Personal einstellt, anstatt uns das Leben zusätzlich zu erschweren!“, schreibt sie in einem wütenden, aber reflektierten Beitrag. Ihre Worte treffen einen Nerv – denn sie zeigen, wie Mobilität für Menschen mit Behinderung in Deutschland immer noch mit unnötigen Hürden verbunden ist.
Panah macht deutlich, dass sie keine Sonderbehandlung verlangt. Sie braucht lediglich Hilfe beim Überwinden von Treppen – eine Aufgabe, die mit ausreichend Personal leicht zu bewältigen wäre. Doch stattdessen wird sie regelmäßig vertröstet, ausgebremst oder ganz ausgeschlossen. Besonders bitter: Selbst wenn andere Fahrgäste helfen wollen, wird dies in Anwesenheit von Bahnmitarbeitern untersagt – aus Haftungsgründen.
„Wenn ich in diesen Zug keine Einstiegshilfe erhalte und andere Passagiere mir in der Anwesenheit eures Personals nicht in den Zug helfen dürfen, dann werde ich euch anzeigen!“, kündigt sie an. Ihre Botschaft ist klar: Die Barrieren, die ihr im Alltag begegnen, sind nicht nur physisch – sie sind systemisch.
Panah, die sich auch in ihrer Musik mit Themen wie Selbstbestimmung, Widerstand und gesellschaftlicher Ausgrenzung auseinandersetzt, fordert ein Umdenken. Mobilität dürfe kein Luxus sein, sondern müsse für alle zugänglich sein – ohne Ausreden, ohne Bürokratie, ohne Diskriminierung.
Die Reaktionen auf ihren Post zeigen: Sie spricht vielen aus der Seele. Und sie macht deutlich, dass es höchste Zeit ist, dass sich etwas ändert – nicht irgendwann, sondern jetzt. Die Forderung ist klar: Mehr Personal, bessere Organisation und vor allem ein Umdenken in der Bahnpolitik. Denn wie Panah es treffend formuliert: „Die Grenzen, die ihr mir setzt, gehen weiter als die meines Körpers.“
Die Musikerin, die sich in ihrer Kunst oft mit Themen wie Identität, Widerstand und Empowerment auseinandersetzt, macht deutlich: Barrierefreiheit ist kein Nice-to-have – sie ist ein Menschenrecht. | mit KI
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