Teil 1: Das endgültige Aus – Nura spricht Klartext
Die Hoffnung stirbt zuletzt – doch für Fans des Berliner Rap-Duos SXTN ist sie nun endgültig begraben. In einem unmissverständlichen Statement auf TikTok hat Nura, eine Hälfte des einst gefeierten Duos, alle Spekulationen um ein Comeback mit Juju beendet. Ihre Worte sind deutlich: „Ich weiß nicht, wie oft ich gesagt habe, dass ich keinen Bock habe und niemals, nur über meine Leiche wieder in diese Band gehen würde. Es ist vorbei, ihr müsst es einfach annehmen, verinnerlichen und dann einfach damit abschließen“.

Seit der Trennung von SXTN im Jahr 2018 wird Nura nahezu täglich mit Fragen nach einer Reunion konfrontiert. Die ständigen Bitten und nostalgischen Wünsche der Fans beschreibt sie inzwischen als belastend – wie ein Ex-Freund, der nicht akzeptieren will, dass die Beziehung vorbei ist. In ihrem TikTok-Statement verweist sie sogar auf die Message des SXTN-Songs „Er will Sex“: „‚Nein‘ heißt ‚Nein‘“ – eine klare Absage, die auch symbolisch für ihre Haltung gegenüber einem Comeback steht.
Dabei hatte die Deutschrap-Szene in den letzten Monaten wieder Hoffnung geschöpft. Juju und Nura interagierten erstmals seit Jahren öffentlich miteinander – unter anderem im Rahmen einer Diskussion über feministischen Rap. Juju beklagte in einem Statement den mangelnden Respekt für SXTN aus der Szene, woraufhin Nura das Statement in ihrer Instagram-Story teilte und ihrerseits „Haqq“ – also Anerkennung – einforderte. Diese Interaktion ließ viele Fans auf eine Versöhnung und vielleicht sogar auf neue Musik hoffen. Doch Nura macht nun klar: Ihre Solo-Karriere läuft bestens, sie hat drei Alben veröffentlicht, ein Bestseller-Buch geschrieben, ist in TV-Shows wie „Sing meinen Song“ aufgetreten und spielt Rollen in Serien wie „Die Discounter“. Ein Comeback mit Juju? Für sie keine Option.
Teil 2: Die Dramatik hinter der Trennung – SXTN als Mythos
Die Geschichte von SXTN ist eine der radikalen Selbstermächtigung, der Provokation und des Aufbruchs. Als Juju und Nura 2014 in Berlin das Duo gründeten, war Deutschrap noch fest in männlicher Hand. Mit Songs wie „Fotzen im Club“ oder „Deine Mutter“ brachen sie Tabus, drehten sexistische Narrative um und machten sich mit vulgären, kompromisslosen Lyrics einen Namen. Sie waren laut, unbequem und erfolgreich – und ebneten damit den Weg für Künstlerinnen wie Shirin David, Badmómzjay oder Katja Krasavice.

Doch der Erfolg hatte seinen Preis. Hinter den Kulissen kriselte es. Die genauen Gründe für die Trennung wurden nie öffentlich gemacht, doch es war klar: Persönliche und kreative Differenzen hatten das Duo zerrissen. Während Juju sich musikalisch weiterentwickelte und mit Hits wie „Vermissen“ neue Wege ging, baute Nura sich ein eigenes künstlerisches Universum auf – zwischen Rap, Literatur und Fernsehen.
Die Fans aber wollten nicht loslassen. Immer wieder kursierten Gerüchte über ein Comeback. Besonders die jüngsten Interaktionen zwischen Juju und Nura heizten die Spekulationen an. War da noch etwas? Eine gemeinsame Vergangenheit, die sich nicht einfach auslöschen lässt? Die Hoffnung auf eine Reunion wurde fast zu einem kollektiven Wunschtraum der Szene.
Doch Nura zieht nun einen Schlussstrich. Ihre Worte sind nicht nur eine Absage, sondern auch ein Appell an die Fans, die Vergangenheit ruhen zu lassen. SXTN war eine Ära – intensiv, revolutionär, aber eben auch abgeschlossen. „Es ist vorbei. Respectfully“, schreibt sie am Ende ihres Statements.
Ob Juju ähnlich denkt, bleibt offen. Ihre Statements lassen Raum für Interpretation. Vielleicht ist die Tür nicht ganz verschlossen – aber sie steht definitiv nicht offen.
Fazit: Abschied von einer Legende
SXTN war mehr als nur ein Rap-Duo. Sie waren ein Symbol für weibliche Selbstbestimmung im Deutschrap, ein kultureller Aufbruch, der bis heute nachhallt. Die Trennung war schmerzhaft, die Comeback-Gerüchte ein Ausdruck der Sehnsucht nach einer Zeit, in der Rap noch roch nach Rebellion und roher Energie.
Mit Nuras klarer Absage endet nun ein Kapitel. Vielleicht ist das auch eine Chance, die Geschichte von SXTN als das zu sehen, was sie war: ein kraftvoller Moment in der Musikgeschichte, der nicht wiederholt werden muss, um unvergessen zu bleiben. |mit KI
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