Persönliche Rekorde für Haftbefehl nach Babo-Doku

Haftbefehl hat nach der Netflix-Doku „Babo“ einen persönlichen Rekord aufgestellt: Mit „069“ erreichte er Platz 3 der deutschen Singlecharts – die beste Platzierung seiner Karriere. Gleichzeitig brachte die Doku Reinhard Meys 55 Jahre alten Song „In meinem Garten“ erstmals in die Charts.

Eine farbige Kohlezeichnung von Haftbefehl (KI-Art)
Eine farbige Kohlezeichnung von Haftbefehl (KI-Art)

Die Netflix-Dokumentation „Babo – Die Haftbefehl Story“ sorgt nicht nur für Gesprächsstoff, sondern auch für historische Chartrekorde. Rapper Haftbefehl, bürgerlich Aykut Anhan, konnte nach Veröffentlichung der Doku gleich mehrfach Musikgeschichte schreiben. In der ersten vollen Chartwoche nach dem Release platzierte er 18 Songs gleichzeitig in den offiziellen deutschen Charts, darunter fünf Titel in den Top 10. Besonders bemerkenswert: Sein Klassiker „069“ stieg auf Platz 3 ein – die bislang höchste Single-Platzierung seiner gesamten Karriere.

Auch auf Albumebene setzte Haftbefehl neue Maßstäbe. Gleich sechs seiner Alben fanden sich in den Top 100 wieder, darunter „Das weiße Album“ auf Platz 12. Damit stellt er einen neuen Deutschrap-Rekord auf, der die enorme Resonanz auf die Doku widerspiegelt. Mehr als 4,1 Millionen Zuschauer sahen den Film in den ersten sieben Tagen, was den „Netflix-Effekt“ eindrucksvoll bestätigt.

Doch nicht nur Haftbefehl selbst profitiert von der Aufmerksamkeit. Die Doku verhalf auch dem 82-jährigen Liedermacher Reinhard Mey zu einem unerwarteten Comeback. Sein 1970 veröffentlichtes Lied „In meinem Garten“ stieg erstmals in die Charts ein – und erreichte mit Platz 15 die höchste Platzierung seiner Karriere. Damit stellte Mey gleich zwei Rekorde auf: Es ist sein bislang erfolgreichster Single-Chartentry und zugleich die längste Zeitspanne zwischen Veröffentlichung und Chartdebüt eines deutschsprachigen Songs – ganze 55 Jahre.

Die Doku zeigt eindrucksvoll, wie Haftbefehls persönliche Geschichte, seine musikalische Legacy und die Kraft von Streaming-Plattformen zusammenwirken. Sie hat nicht nur seine Karriere auf ein neues Level gehoben, sondern auch einem Klassiker der deutschen Liedermacherkunst späten Ruhm beschert.| mit KI

Über Jörg Wachsmuth 2723 Artikel
Jörg Wachsmuth gehört zu den beiden Gründern von rap2soul. Er ist Chefredakteur des Portals. Wachsmuth gehörte zur OffAir-Crew von Kiss FM Berlin, war von 1994 bis 2005 Moderator und Redakteur bei Radio Jam FM und später als Moderator von Radio BHeins in Potsdam (2015 - 2018). Aktuell ist er Chef und Morgenmoderator bei PELI ONE - Dein neues Urban Music Radio. Der ausgebildete PR-Berater und Journalist ist auch Mitglied der Jury 25 "Soul, R&B und Hip Hop" beim Preis der deutschen Schallplattenkritik e.V.

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