Der Vorsitzende der Rock and Roll Hall of Fame, John Sykes, hat öffentlich betont, dass Künstler wie Usher und Mariah Carey endlich in die Hall aufgenommen werden sollten. Während Carey bereits mehrfach nominiert wurde, aber bislang leer ausging, gilt Usher als Kandidat für kommende Jahrgänge. US- und UK-Medien wie Billboard, Deadline, Rolling Stone und The Independent berichten über die aktuellen Nominierungen und die Debatte um die mangelnde Anerkennung von Pop- und R&B-Ikonen.
Usher und Mariah Carey: Rock Hall-Chef fordert Aufnahme von R&B-Ikonen

Die Diskussion um die Rock and Roll Hall of Fame hat neuen Schwung bekommen: John Sykes, Vorsitzender der Hall of Fame Foundation, erklärte jüngst, dass Künstler wie Usher und Mariah Carey längst einen Platz in der Ruhmeshalle verdient hätten. Damit greift er eine Debatte auf, die sowohl in den USA als auch in Großbritannien intensiv geführt wird – nämlich die Frage, ob die Hall of Fame Pop- und R&B-Stars ausreichend würdigt.
Mariah Carey ist bereits zum zweiten Mal nominiert worden. Die „Queen of Christmas“ zeigte sich auf Billboard „so grateful“ für die erneute Chance, nachdem sie 2024 knapp gescheitert war. Carey, die mit 19 Nummer-eins-Hits und einem unvergleichlichen Einfluss auf die Pop- und R&B-Landschaft seit den 1990er Jahren Maßstäbe gesetzt hat, gilt als eine der größten Stimmen ihrer Generation. Dennoch wurde sie bislang nicht aufgenommen – ein Umstand, den Rolling Stone als „zweiten Snub“ bezeichnet und mit Vorbehalten älterer Rock-orientierter Wähler erklärt.
Usher, der bislang nicht offiziell nominiert ist, wird von Sykes als Paradebeispiel für die Weiterentwicklung von R&B und Pop genannt. Mit Klassikern wie „Yeah!“ und „U Got It Bad“ sowie seiner Rolle als Mentor für jüngere Künstler hat Usher die Brücke zwischen traditionellem Soul und modernem Pop-R&B geschlagen. Dass er bislang nicht einmal auf dem Wahlzettel stand, wird von vielen Fans als Versäumnis gesehen.
Die aktuelle Liste der Nominierten für 2025 umfasst unter anderem OutKast, Oasis, Soundgarden, The White Stripes und Cyndi Lauper. Während Hip-Hop-Duo OutKast als sicherer Kandidat gilt, sorgt die erneute Nicht-Berücksichtigung von Carey für Kritik. Britische Medien wie The Independent betonen zudem, dass die Hall of Fame oft mit britischen Acts wie Oasis zögert, was die internationale Dimension der Diskussion unterstreicht.
Die Entscheidung über die endgültigen Inductees fällt im Frühjahr 2025. Das Induction Ceremony findet im Herbst in Los Angeles statt. Ob Carey diesmal endlich aufgenommen wird und ob Usher bald offiziell nominiert wird, bleibt abzuwarten. Klar ist jedoch: Der Druck auf die Hall wächst, ihre Definition von „Rock and Roll“ zu erweitern und die kulturelle Bedeutung von R&B und Pop stärker zu würdigen. | mit KI
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