Will Smiths KI-Tourvideo sorgt für Spott und Spekulationen

Will Smith steht erneut im Rampenlicht – diesmal nicht wegen seiner Musik, sondern wegen eines Tourvideos, das für reichlich Stirnrunzeln sorgt. Der Clip, der auf Instagram zur Bewerbung seiner „Based On A True Story“-Tour veröffentlicht wurde, zeigt den 56-jährigen Rapper und Schauspieler inmitten einer jubelnden Menge. Doch bei genauerem Hinsehen wirken viele der Zuschauer alles andere als real: verzerrte Gesichter, verschwommene Gliedmaßen und sogar zusätzliche Finger lassen den Verdacht aufkommen, dass hier künstliche Intelligenz im Spiel war.

Will Smith – Based on a True Story (Low-Res Cover)
Will Smith – Based on a True Story (Low-Res Cover)

Besonders auffällig: Ein Fan hält ein Schild mit der Botschaft „You Can Make It helped me survive cancer“, doch die Person daneben scheint eine Hand zu halten, die durch einen anderen Körper verläuft – ein typisches KI-Artefakt. Auch andere Szenen zeigen unnatürlich geformte Hände oder Schilder mit fehlerhaften Schriftzügen.

Die Reaktionen im Netz sind gemischt. Während auf Instagram viele Fans den emotionalen Ton loben, dominieren auf Reddit und YouTube kritische Stimmen. Kommentare wie „Die Crowd ist doch nicht echt“ oder „Das ist einfach nur peinlich“ häufen sich. Einige vermuten, dass nicht Smith selbst, sondern YouTube durch automatisches „Upscaling“ die Bilder verfälscht haben könnte.

Für Smith kommt die Kontroverse zu einem ungünstigen Zeitpunkt: Sein Comeback-Album verfehlte die Billboard-Charts und wurde von Kritikern als „banal“ und „berechnend“ bezeichnet. Die KI-Vorwürfe könnten das Vertrauen in seine Marke weiter untergraben – und werfen die Frage auf, wie viel Realität in der heutigen Popkultur überhaupt noch übrig ist.

Ob es sich um einen technischen Fehler oder bewusste Manipulation handelt, bleibt offen. Klar ist: Die Grenze zwischen Show und Simulation verschwimmt zunehmend – und Will Smith steht mitten im digitalen Kreuzfeuer.| mit Ki

Über Jörg Wachsmuth 2669 Artikel
Jörg Wachsmuth gehört zu den beiden Gründern von rap2soul. Er ist Chefredakteur des Portals. Wachsmuth gehörte zur OffAir-Crew von Kiss FM Berlin, war von 1994 bis 2005 Moderator und Redakteur bei Radio Jam FM und später als Moderator von Radio BHeins in Potsdam (2015 - 2018). Aktuell ist er Chef und Morgenmoderator bei PELI ONE - Dein neues Urban Music Radio. Der ausgebildete PR-Berater und Journalist ist auch Mitglied der Jury 25 "Soul, R&B und Hip Hop" beim Preis der deutschen Schallplattenkritik e.V.

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