Bad Bunny setzt politisches Zeichen bei den Grammys: „ICE out“ – ein Moment, der bleibt

Rapper Bad Bunny hat bei den Grammy Awards 2026 nicht nur einen Preis gewonnen, sondern einen der politisch eindrucksvollsten Momente des Abends geschaffen. Der puerto-ricanische Superstar nutzte seine Dankesrede für das Beste Música Urbana Album („Debí Tirar Más Fotos“) zu einem klaren Statement gegen die US‑Behörde ICE, deren harte Einwanderungsmaßnahmen unter der Trump‑Administration erneut in der Kritik stehen. Seine Worte lösten Standing Ovations aus und dominierten anschließend die Berichterstattung in den Medien.

Ein Auftritt, der die Grammys politisierte

Farbige Kohlezeichnung von Bad Bunny (KI-Art)
Farbige Kohlezeichnung von Bad Bunny (KI-Art)

Bevor ich Gott danke, sage ich: ICE out“, eröffnete Bad Bunny seine Rede – ein Satz, der sofort zum zentralen Moment der Show wurde. Er sprach über Menschlichkeit, Liebe und die Verantwortung, Hass nicht mit Hass zu beantworten. „Wir sind keine Tiere, keine Aliens. Wir sind Menschen und Amerikaner“, betonte er und rief dazu auf, Solidarität über Spaltung zu stellen.

Seine Worte fielen in eine Zeit, in der landesweite Proteste gegen ICE‑Razzien stattfinden, darunter auch in Los Angeles, wo die Grammys ausgetragen wurden. Viele Künstler*innen unterstützten die Botschaft sichtbar: Billie Eilish, Justin und Hailey Bieber, Finneas, Kehlani und weitere trugen „ICE OUT“-Pins – ein seltener Moment geschlossener politischer Haltung im Mainstream‑Pop.

Ein Künstler, der Haltung zeigt

Bad Bunny ist seit Jahren ein prominenter Kritiker der US‑Einwanderungspolitik. Bereits 2025 verzichtete er auf US‑Tourstopps aus Sorge um seine Fans, die von Razzien betroffen sein könnten. Sein Grammy‑Statement knüpft an diese Haltung an und verstärkt seine Rolle als Stimme der Latino‑Community.

Reaktionen und Bedeutung

US‑Medien wie The Hollywood Reporter, USA Today, CBS News und NBC News würdigten die Rede als einen der emotionalsten und politisch klarsten Momente des Abends. Auch britische Medien wie The Independent berichteten ausführlich über die Standing Ovations und die breite Unterstützung anderer Stars.

Bad Bunny hat damit nicht nur einen Grammy gewonnen – er hat die Bühne genutzt, um eine Botschaft zu senden, die weit über Musik hinausgeht. Bad Bunny wird in der Halftime-Show des SuperBowls 2026 auftreten. | mit KI

Über Jörg Wachsmuth 2966 Artikel
Jörg Wachsmuth gehört zu den beiden Gründern von rap2soul. Er ist Chefredakteur des Portals. Wachsmuth gehörte zur OffAir-Crew von Kiss FM Berlin, war von 1994 bis 2005 Moderator und Redakteur bei Radio Jam FM und später als Moderator von Radio BHeins in Potsdam (2015 - 2018). Aktuell ist er Chef und Morgenmoderator bei PELI ONE - Dein neues Urban Music Radio. Der ausgebildete PR-Berater und Journalist ist auch Mitglied der Jury 25 "Soul, R&B und Hip Hop" beim Preis der deutschen Schallplattenkritik e.V.

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