E-40 bleibt auch mit 58 Jahren eine der prägendsten Stimmen des Bay Area-Hip-Hop – und eine, die sich nicht scheut, unbequeme Wahrheiten auszusprechen. Im neuen XXL-Interview spricht der Rap-Veteran über seine Beziehung zu den Streets, die Verantwortung eines Mentors und die Gründe, warum er heute keine Artists mehr signen will. Für ihn ist klar: Rap ist kein „Young Man’s Game“, sondern ein Feld, in dem Erfahrung, Storytelling und Kreativität der älteren Generation weiterhin Standards setzen. Veteranen aus den 1990ern hätten „mehr Gas als viele Junge“, sagt er – und verweist auf die Vielfalt und das Charisma, das diese Ära geprägt hat.

Gleichzeitig zieht E-40 eine klare Grenze: Er hat genug davon, neue Talente zu entdecken. Der Druck, verantwortlich gemacht zu werden, wenn ein Artist scheitert, sei ihm zu hoch. „Ich bin cool. Ich will niemanden mehr signen“, erklärt er. Stattdessen konzentriert er sich auf seine eigene Musik und darauf, weiterhin Klassiker zu schaffen.
Doch wer glaubt, E-40 habe den Blick für neue Entwicklungen verloren, täuscht sich. Besonders ein Name fällt ihm sofort ein, wenn es um erfolgreiche Independent-Künstler aus der Bay Area geht: Larry June. Dessen stetiger Aufstieg, finanzielle Unabhängigkeit und konsequente DIY-Haltung beeindrucken ihn. Obwohl June längst kein Newcomer mehr ist, sieht E-40 in ihm einen Künstler, der die Essenz des Bay Area Hustles verkörpert – und der zeigt, wie weit man ohne Major-Strukturen kommen kann.
E-40s Fazit: Respekt verdient man sich durch Authentizität, Beständigkeit und Arbeit – nicht durch Trends. Und genau deshalb bleibt er eine der wichtigsten Stimmen der Westküste. | mit Ki
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