In den letzten Wochen tauchen auf YouTube, TikTok und X immer mehr angeblich „neue“ Eminem‑Songs auf, in denen der Rapper Donald Trump disst. Doch: Keiner dieser Tracks ist echt. Was viral geht, sind AI‑Fakes, die oft bewusst als „neue Eminem‑Songs“ getarnt werden. Ein Blick auf die Fakten zeigt, wie diese Fakes entstehen – und wie man sie erkennt.
Keine neuen Anti‑Trump‑Songs von Eminem
Aktuell kursieren Clips, die suggerieren, Eminem habe bei einem Konzert 2025 „Fuck Trump“ skandiert oder einen neuen Diss‑Track veröffentlicht. Fakt ist: Das Material ist alt. Ein virales Video, das als „neuer Trump‑Diss“ verbreitet wurde, stammt nachweislich aus dem Jahr 2017, vom Reading Festival. Es wird lediglich neu verpackt, um Klicks zu generieren.
Auch angebliche neue Songs wie „Fall of Trump“ oder „Eminem Exposes Fake News (TRUMP)“ stammen von AI‑Kanälen, die selbst deklarieren, dass ihre Inhalte künstlich erzeugt sind.

Was Eminem wirklich zuletzt veröffentlicht hat
Eminems letzte offizielle Veröffentlichung ist ein Track aus dem „Stans (Original Motion Picture Soundtrack)“, der im August 2025 erschien. Darin enthalten ist u. a. der Song „Everybody’s Looking At Me“, ein lange verschollenes Stück, das erstmals offiziell veröffentlicht wurde.
Der Soundtrack begleitet die Dokumentation Stans und enthält neue sowie neu arrangierte Songs aus Eminems Archiv.
Wichtig: Seitdem gibt es keinen neuen politischen Track, keinen Trump‑Diss und keinen neuen Solo‑Song außerhalb dieses Projekts.
Warum die Trump‑Songs eindeutig AI‑Fakes sind
Viele der angeblichen „neuen“ Songs stammen von Kanälen, die offen mit AI‑Tools wie ElevenLabs oder generativen Musikmodellen arbeiten. Die Fakes lassen sich an mehreren Merkmalen erkennen:
1. Unnatürliche Stimme
- Die Stimme klingt oft zu glatt, zu sauber oder leicht metallisch.
- Eminems typische Atempausen, Betonungen und Mikrofonartefakte fehlen.
2. Unlogische Reime & Flow‑Brüche
- AI generiert oft Reime, die technisch korrekt, aber stilistisch untypisch sind.
- Eminems komplexe Reimketten (Multis, Binnenreime) werden selten authentisch getroffen.
3. Keine offiziellen Releases
- Kein Upload auf Eminems Kanälen, Shady Records, Spotify oder Apple Music.
- Stattdessen erscheinen die Songs auf Kanälen wie „AI Eminem“, „RhythmHive“ oder „MixedPlaysRemix“ – oft mit dem Hinweis „AI“ im Kleingedruckten.
4. Fehlende Medienberichterstattung
- Bei echten Eminem‑Releases berichten große US‑HipHop‑Medien innerhalb von Minuten.
- Bei den Fake‑Songs: komplette Funkstille.
5. Visuelle Hinweise
- Thumbnails wirken generisch oder nutzen KI‑Porträts.
- Titel wie „2025 NEW SONG“ oder „Eminem – Trump Diss (Official Video)“ sind typische Clickbait‑Muster.
Warum gerade Trump‑Fakes viral gehen
Eminem hat Trump in der Vergangenheit mehrfach kritisiert – etwa im Freestyle „The Storm“ oder im Track „Campaign Speech“. Diese Historie macht ihn zu einem beliebten Ziel für AI‑Fakes: Die Kombination aus politischer Spannung + Eminems Ruf als Battle‑Rapper = perfekte Viral‑Formel.
Fazit: Die Trump‑Songs sind Fakes – und leicht zu entlarven
- Kein neuer Trump‑Diss von Eminem.
- Letzte echte Veröffentlichung: „Everybody’s Looking At Me“ (2025) auf dem Stans‑Soundtrack.
- AI‑Fakes erkennt man an Stimme, Flow, fehlenden offiziellen Releases und Clickbait‑Uploads.
Für Fans bedeutet das: Misstrauen ist Pflicht – besonders wenn ein „neuer Eminem‑Song“ zuerst auf einem anonymen YouTube‑Kanal auftaucht. | mit KI
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