Fivio Foreign & Ryan Witherspoon liefern neue Impulse für die US‑Rap‑Landschaft

Die neuesten Daily Visuals aus den USA zeigen einmal mehr, wie lebendig und vielschichtig die Hip-Hop-Szene Anfang 2026 unterwegs ist. Im Mittelpunkt stehen zwei Releases, die aktuell für Gesprächsstoff sorgen: Fivio Foreigns „Rat Trap“ und Ryan Witherspoons Kollaboration mit Jadakiss auf „Take Money“. Beide Videos setzen unterschiedliche Akzente – doch gemeinsam markieren sie einen Moment, in dem New Yorks Rap-DNA wieder besonders klar hervortritt.

Zohran Mamdani Major of NYC in Kohle (KI-Art)
Zohran Mamdani Major of NYC in Kohle (KI-Art)

Fivio Foreign, der Brooklyn-Drill-Star, der seit Jahren als einer der wichtigsten Vertreter seines Sounds gilt, meldet sich mit „Rat Trap“ eindrucksvoll zurück. Das Video zeigt ihn in typischer Fivio-Manier: energiegeladen, selbstbewusst und mitten in der Stadt, die ihn geprägt hat. Laut HipHopWired rollt er „durch die Straßen von NYC in einem spiffy whip“ und trägt dabei „einen riesigen Block Eis auf der Brust“, bevor er spontan Fans an einer Tankstelle und bei einem Basketballspiel trifft. US-Blogs wie WeUpOnIt interpretieren den Track als „kurzen, scharfen Druckstoß“, der „wie eine Warnung“ wirkt und möglicherweise als Antwort auf 21 Savage gelesen wird.

Parallel dazu sorgt Ryan Witherspoon mit „Take Money“ für Aufmerksamkeit. Der aufstrebende Künstler aus New York hat sich niemand Geringeren als Jadakiss an seine Seite geholt – eine Kombination, die sofort für Glaubwürdigkeit sorgt. Das Video zeigt die beiden vor einer Bodega und in einem Waschsalon, klassische New-York-Schauplätze, die laut HipHopWired „zur Grundausstattung eines echten NYC-Rapvideos gehören“. UK‑ und US‑Medien wie VannDigital betonen die thematische Tiefe des Tracks: „Take Money“ sei kein Song über Gier, sondern über Selbstwert, Disziplin und das Wissen, Chancen zu nutzen, wenn sie sich bieten. Witherspoon selbst beschreibt den Song als „Soundtrack für Hustler, die wissen, dass Ambition Opfer verlangt“.

Beide Veröffentlichungen zeigen, wie unterschiedlich New Yorker Rap 2026 klingen kann: Fivio bleibt dem Drill verpflichtet, setzt aber auf kurze, pointierte Energie. Witherspoon dagegen verbindet Straßenperspektive mit klassischer East-Coast-Lyrik – verstärkt durch Jadakiss’ unverwechselbare Stimme.

Für Fans bedeutet das: Die Szene ist in Bewegung, neue Künstler steigen auf, etablierte Namen bleiben präsent, und New York behauptet weiterhin seinen Platz als kultureller Motor des Hip-Hop. _miz KL

Über Jörg Wachsmuth 2968 Artikel
Jörg Wachsmuth gehört zu den beiden Gründern von rap2soul. Er ist Chefredakteur des Portals. Wachsmuth gehörte zur OffAir-Crew von Kiss FM Berlin, war von 1994 bis 2005 Moderator und Redakteur bei Radio Jam FM und später als Moderator von Radio BHeins in Potsdam (2015 - 2018). Aktuell ist er Chef und Morgenmoderator bei PELI ONE - Dein neues Urban Music Radio. Der ausgebildete PR-Berater und Journalist ist auch Mitglied der Jury 25 "Soul, R&B und Hip Hop" beim Preis der deutschen Schallplattenkritik e.V.

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