Ice‑T schließt seine New Jersey‑Cannabis‑Dispensary

Die von Ice‑T mitbegründete Cannabis‑Dispensary The Medicine Woman in Jersey City hat nach weniger als einem Jahr endgültig geschlossen. Mehrere US‑Medien – darunter The Source, NorthJersey.com, Yahoo News und das britische Portal BlackNews UK – bestätigen das Aus. Gründe wurden offiziell nicht genannt, doch die Berichte zeichnen ein klares Bild: Der New‑Jersey‑Markt ist inzwischen so überfüllt, dass selbst prominente Betreiber kaum bestehen können.

Die Filiale eröffnete erst im April 2025, begleitet von großem medialen Interesse und Ice‑T persönlich vor Ort. Der Rapper und „Law & Order“-Star, bürgerlich Tracy Lauren Marrow, sah das Projekt als „Full Circle Moment“ – ein Community‑Business in seinem Heimatstaat, das lokale Marken, lokale Arbeitskräfte und soziale Initiativen wie The Last Prisoner Project unterstützen sollte. Die Vision: ein moderner Cannabis‑Store, der langfristig sogar um eine Consumption Lounge und ein Wellness‑Center erweitert werden sollte.

Doch die Realität im New‑Jersey‑Cannabisgeschäft ist härter denn je. Seit der Legalisierung 2021 sind über 230 Dispensaries entstanden – viele davon in direkter Konkurrenz zueinander. Medien wie NJBIZ berichten von steigenden Immobilienkosten, Preisdruck, Qualitätskritik und einem Markt, der schneller wächst als die Nachfrage. Besonders prominente Betreiber stehen unter zusätzlichem wirtschaftlichen Druck, weil Investoren höhere Erwartungen haben und die Betriebskosten größer sind.

Auch der Standort der Medicine Woman‑Filiale war laut mehreren Berichten ein Problem: Die Dispensary lag an einer stark befahrenen Straße, umgeben von bereits etablierten Shops, die leichter erreichbar waren. Ein ungünstiger Startpunkt in einem Markt, der sich rasant professionalisiert.

Ice‑T ist nicht der einzige Rapper, dessen Cannabis‑Business in New Jersey scheiterte. Bereits 2025 musste Raekwon seine Newark‑Dispensary Hashstoria schließen – ebenfalls nach weniger als einem Jahr. Die Branche zeigt damit deutlich, dass Prominenz allein kein Garant für Erfolg ist.

Während die Jersey‑City‑Filiale nun dauerhaft geschlossen bleibt, existiert die ursprüngliche Medicine Woman‑Filiale in Bellflower, Kalifornien, weiterhin erfolgreich. Für Ice‑T bedeutet das Aus in New Jersey vor allem eines: Zeit für neue Projekte – und ein Lehrstück über die Realität eines überhitzten Marktes.| mit KI

Über Jörg Wachsmuth 2819 Artikel
Jörg Wachsmuth gehört zu den beiden Gründern von rap2soul. Er ist Chefredakteur des Portals. Wachsmuth gehörte zur OffAir-Crew von Kiss FM Berlin, war von 1994 bis 2005 Moderator und Redakteur bei Radio Jam FM und später als Moderator von Radio BHeins in Potsdam (2015 - 2018). Aktuell ist er Chef und Morgenmoderator bei PELI ONE - Dein neues Urban Music Radio. Der ausgebildete PR-Berater und Journalist ist auch Mitglied der Jury 25 "Soul, R&B und Hip Hop" beim Preis der deutschen Schallplattenkritik e.V.

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