Die Meldung über den Tod von John Forté ist inzwischen von zahlreichen großen US‑Medien bestätigt, darunter ABC News, Variety, Yahoo News UK, Detroit News und The Martha’s Vineyard Times. Alle berichten übereinstimmend, dass der Grammy-nominierte Musiker im Alter von 50 Jahren in seinem Haus in Chilmark, Massachusetts, tot aufgefunden wurde.
John Forté – Ein stiller Architekt des Hip-Hop, dessen Einfluss Generationen prägte – ein Nachruf –
John Forté, Grammy-nominierter Produzent, Rapper, Komponist und einer der prägenden kreativen Köpfe hinter dem legendären Fugees‑Album The Score, ist im Alter von nur 50 Jahren verstorben. Wie US‑Medien berichten, wurde Forté am Montagnachmittag leblos in seinem Haus in Chilmark, Massachusetts, aufgefunden. Die Polizei bestätigte, dass es keine Hinweise auf Fremdeinwirkung gibt und die genaue Todesursache noch untersucht wird.
Geboren in Brooklyn und musikalisch zunächst an der Violine ausgebildet, fand Forté früh seinen Weg in die Hip-Hop‑Szene. Nach einer Zeit bei Rawkus Records führte ihn sein Weg zu Lauryn Hill, Wyclef Jean und Pras – und damit zu einem der wichtigsten Alben der Rap‑Geschichte. The Score (1996) wurde nicht nur ein globaler Erfolg, sondern definierte einen neuen Sound zwischen Conscious Rap, Soul und karibischen Einflüssen. Forté war an mehreren Songs beteiligt, darunter „Family Business“ und „Cowboys“. Sein Gespür für Melodien, Arrangements und Atmosphäre machte ihn zu einem unverzichtbaren Teil des Fugees‑Kosmos.
Auch als Solokünstler hinterließ Forté Spuren. Seine Alben Poly Sci und I, John zeigten einen reflektierten, musikalisch vielseitigen Künstler, der Rap, Soul und Singer‑Songwriter‑Elemente verband. Trotz persönlicher Rückschläge – darunter eine Haftstrafe, die später von US‑Präsident George W. Bush verkürzt wurde – kehrte Forté mit neuer kreativer Energie zurück. Er komponierte für Film und Fernsehen, arbeitete mit Carly Simon, DMX und Ben Taylor und veröffentlichte 2021 sein Album Vessels, Angels & Ancestors.
In den letzten Jahren lebte Forté auf Martha’s Vineyard, wo er tief in die lokale Musikszene eingebunden war. Freunde und Wegbegleiter beschreiben ihn als warmherzig, nachdenklich, großzügig und voller Liebe für seine Familie – seine Frau Lara Fuller und ihre zwei Kinder. Er arbeitete zuletzt an Musik für eine neue HBO‑Version von Eyes on the Prize und an einem Film über sein eigenes Leben.
Mit John Forté verliert die Hip-Hop‑Welt einen Künstler, der selten im Rampenlicht stand, aber dessen Einfluss unübersehbar bleibt. Seine Musik, seine Geschichte und sein Geist werden weiterleben – in den Klassikern, die er mitgeschaffen hat, und in den Menschen, die er inspiriert hat. | mit Ki
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