Die internationale Hip-Hop-Community steht unter Schock: John Forté, Produzent, Rapper, Songwriter und langjähriger Weggefährte der Fugees, ist im Alter von 50 Jahren überraschend verstorben. Die Nachricht löste in den USA und Großbritannien eine Welle an Anteilnahme aus – von Kolleginnen, Wegbegleiterinnen und Fans. Lauryn Hill, Wyclef Jean und zahlreiche Medien würdigen einen Künstler, dessen Einfluss weit über seine Credits hinausreichte.

Rolling Stone, Billboard und Complex berichten übereinstimmend, dass Forté am 12. Januar 2026 in seinem Haus in Chilmark, Massachusetts, tot aufgefunden wurde. Die Polizei bestätigte, dass keine Hinweise auf Fremdverschulden vorliegen. Die genaue Todesursache wird noch untersucht.
Lauryn Hill veröffentlichte einen langen, emotionalen Nachruf auf Instagram. Sie erinnert sich an die frühen New Yorker Jahre, an gemeinsame Wege durch die Stadt und an die kreative Energie der 90er, als Hip-Hop „am Aufstieg seines epischen Höhenflugs“ stand. Forté sei ein „gentle king“ gewesen – ein Mann mit „starkem Stift, tiefer Seele und großem Herzen“. Hill beschreibt ihn als jemanden, der zwischen Brownsville und Elite-Internat pendelte, mit einer Ausdruckskraft, die in der damaligen Szene einzigartig war.
Auch Wyclef Jean reagierte tief getroffen. In einem Statement gegenüber Billboard nannte er Forté „einen der freundlichsten Legenden“, dessen Kreativität nie aufgehört habe zu sprudeln. Auf Instagram schrieb er: „Mein Bruder John Forté hat sich den Engeln angeschlossen. Legends never die.“
Forté war maßgeblich am Fugees-Meilenstein The Score beteiligt – als Produzent, Co-Autor und Rapper auf Tracks wie „Family Business“, „Cowboys“ und „Fu-Gee-La“. Später arbeitete er mit Wyclef Jean, DMX, Carly Simon und vielen weiteren Künstler*innen. Sein Soloalbum Poly Sci erreichte 1998 die Billboard-Charts.
Neben seiner musikalischen Karriere war Forté auch für seine persönliche Geschichte bekannt: 2000 wurde er wegen Drogendelikten verurteilt, 2008 jedoch von US-Präsident George W. Bush begnadigt. Danach widmete er sich wieder der Musik, Filmmusik und sozialen Projekten.
Die Martha’s Vineyard Times hebt hervor, wie tief Forté in der lokalen Musikszene verwurzelt war und wie sehr er als Vater zweier Kinder geschätzt wurde. Freunde beschreiben ihn als warmherzig, reflektiert und voller Lebensfreude.
Mit seinem Tod verliert Hip-Hop einen Künstler, der die 90er prägte, die 2000er überstand und in den letzten Jahren eine kreative Renaissance erlebte. Die Trauer ist groß – doch sein Einfluss bleibt. | mit KI
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