Die Ankündigung, dass Ludacris und Nelly 2026 beim „Rock The Country“-Festival auftreten werden – einem Event, das online längst den Spitznamen „MAGA Music Fest“ trägt – hat in den USA und Großbritannien eine Welle der Kritik ausgelöst. Mehrere große Medienhäuser berichten über die ungewöhnliche Festival-Kombination aus Country‑Stars mit klar konservativem Image und zwei Hip-Hop-Legenden, deren Karrieren stark in Black Culture verwurzelt sind. Die Reaktionen reichen von Verwunderung bis zu offenem Zorn.

Laut MSN wird das Festival von vielen Fans als „pro-America“ und politisch aufgeladen wahrgenommen, obwohl es offiziell keine politische Veranstaltung sei. Die Line-ups, die unter anderem Kid Rock, Jason Aldean, Creed und Hank Williams Jr. enthalten, verstärken diesen Eindruck. Dass ausgerechnet Ludacris und Nelly als einzige Hip-Hop-Acts auftreten, sorgt für zusätzliche Irritation.
Auch IBTimes UK berichtet ausführlich über die Debatte und betont, dass viele Fans den beiden Rappern vorwerfen, „Cash über Credibility“ zu stellen. Besonders Ludacris, der in der Vergangenheit offen demokratische Kandidaten wie Barack Obama unterstützt hat, wird von langjährigen Fans als „enttäuschend“ bezeichnet. Nelly hingegen ist bereits früher wegen eines Auftritts bei Donald Trumps Inauguration kritisiert worden – ein Detail, das nun erneut hochkocht.
Die Daily Express US beschreibt, wie Social-Media-Kommentare die Künstler als „sellouts“ und „cash chasers“ brandmarken. Viele Fans äußern Unverständnis darüber, dass zwei Ikonen des Hip-Hop sich auf einer Bühne wiederfinden, die von vielen als politisch rechts konnotiert wahrgenommen wird. Besonders Ludacris’ Teilnahme wird als „bad look“ bezeichnet, da er bisher kaum mit konservativen Räumen in Verbindung gebracht wurde.
Auch Yahoo Entertainment berichtet, dass die Online-Reaktionen zwischen Spott und Enttäuschung schwanken. Einige Nutzer machen sich über den Kontrast zwischen Ludacris’ Hits und dem Publikum lustig, andere sehen die Teilnahme als politisches Statement – ob gewollt oder nicht. Beide Künstler haben bislang keine Stellungnahme abgegeben.
Fest steht: Die Diskussion zeigt, wie stark Musik, Identität und Politik in den USA miteinander verwoben sind. Und sie zeigt, wie sensibel Fans reagieren, wenn Künstler Bühnen betreten, die als politisch aufgeladen gelten – selbst wenn die Künstler selbst schweigen. | mit KI
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