Ludacris sagt Kid Rocks umstrittenes „Rock the Country“-MAGA-Festival ab

Rapper Ludacris zieht sich aus Kid Rocks umstrittenem „Rock the Country“-Festival zurück, sein Management spricht von „Mix-up“. Die kurze, aber heftige Kontroverse um Ludacris’ angebliche Teilnahme am von Kid Rock mitinitiierten „Rock the Country“-Festival hat in den USA und Großbritannien hohe Wellen geschlagen. Nachdem HipHopWired zuerst berichtete, dass der Rapper aus dem Line-up entfernt wurde, bestätigten mehrere große Medien – darunter Rolling Stone, Entertainment Weekly und Music Times – dass Ludacris’ Name zwar auf dem Festivalposter auftauchte, seine Teilnahme jedoch nie geplant gewesen sei.

Laut Rolling Stone erklärte ein Sprecher des Rappers eindeutig: „Lines got crossed and he wasn’t supposed to be on there.“ Das Management spricht von einem organisatorischen Fehler, der dazu führte, dass Ludacris’ Name auf dem offiziellen Line-up landete – ein Fehler, der in den sozialen Medien sofort für Empörung sorgte.

Massive Fan-Reaktionen und politische Aufladung

Das „Rock the Country“-Festival ist seit seiner Gründung 2024 eng mit konservativen Künstlern und der MAGA-Bewegung verbunden. Headliner wie Kid Rock und Jason Aldean gelten als lautstarke Unterstützer von Donald Trump. Auch frühere Festivalauftritte beinhalteten politische Botschaften – 2025 etwa eine Videobotschaft Trumps selbst.

Als Ludacris’ Name plötzlich auf dem 2026er Line-up auftauchte, reagierten Fans schockiert. Auf Instagram häuften sich Kommentare wie „Sad to hear you’re joining the MAGA festival“ oder „WHY are you playing at a MAGA festival that has Kid Rock as a headliner?“. Einige Nutzer kündigten sogar an, seine Musik zu löschen oder ihm zu entfolgen.

Schnelle Korrektur – aber offene Fragen

Innerhalb weniger Tage wurde Ludacris’ Name von der Festival-Website entfernt. Während sein Team betont, dass es sich um ein Missverständnis handelte, spekulieren einige Fans und Kommentatoren, ob der Rückzug nicht doch eine Reaktion auf den massiven öffentlichen Druck war. Parade.com etwa zitiert User, die den „Mix-up“ anzweifeln und vermuten, Ludacris habe schlicht die Konsequenzen erkannt.

Nelly bleibt – und sorgt für weiteren Gesprächsstoff

Interessant ist der Vergleich zu Nelly, der weiterhin im Line-up steht. Der Rapper trat bereits 2024 beim Festival auf und performte 2025 bei Trumps Amtseinführung. Seine Haltung: Er respektiere das Amt, egal wer es bekleide.

Der Fall zeigt, wie sensibel die Verbindung zwischen Hip-Hop-Künstlern und politisch aufgeladenen Country-Events geworden ist. Ludacris’ schneller Rückzug – ob Missverständnis oder Reaktion auf Fanproteste – unterstreicht, wie stark die Community auf politische Signale achtet. | mit KI

Über Jörg Wachsmuth 2966 Artikel
Jörg Wachsmuth gehört zu den beiden Gründern von rap2soul. Er ist Chefredakteur des Portals. Wachsmuth gehörte zur OffAir-Crew von Kiss FM Berlin, war von 1994 bis 2005 Moderator und Redakteur bei Radio Jam FM und später als Moderator von Radio BHeins in Potsdam (2015 - 2018). Aktuell ist er Chef und Morgenmoderator bei PELI ONE - Dein neues Urban Music Radio. Der ausgebildete PR-Berater und Journalist ist auch Mitglied der Jury 25 "Soul, R&B und Hip Hop" beim Preis der deutschen Schallplattenkritik e.V.

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