Die Auseinandersetzung zwischen Nicki Minaj und Journalist Don Lemon hat sich innerhalb weniger Stunden von einem lokalen Protest in Minnesota zu einem internationalen Medienthema entwickelt. Auslöser war Lemons Livestream aus der Cities Church in St. Paul, wo Aktivisten einen Gottesdienst unterbrachen, um gegen die mutmaßliche ICE‑Verbindung eines Pastors zu protestieren.

Minaj reagierte darauf mit einer Reihe von Posts auf X, in denen sie Lemon mit einem homophoben Schimpfwort belegte und forderte, er solle verhaftet werden. Die Rapperin warf ihm vor, Christen gezielt anzugreifen und behauptete, er würde „keine andere Religion so behandeln“. Die Wortwahl löste sofort massive Kritik aus – sowohl wegen der homophoben Sprache als auch wegen ihrer politischen Aufladung.
Lemon, der offen schwul ist und 2024 seinen Partner Tim Malone heiratete, reagierte zunächst gegenüber TMZ. Er sagte, er sei „nicht überrascht, dass Nicki Minaj Journalismus nicht versteht“ und bezeichnete ihre Aussagen als „über ihrer Kapazität“ liegend. In einem späteren Instagram‑Video ging er noch weiter und nannte Minaj „unhinged and homophobic“ sowie eine „homophobic bigot“.
Der Hintergrund des Protests: Aktivisten hatten den Gottesdienst gestört, weil Pastor David Easterwood laut mehreren Medienberichten gleichzeitig als Acting Director des ICE‑Field Office in St. Paul fungiert. Die Demonstrierenden forderten Gerechtigkeit für Renee Good, die Anfang des Monats von einem ICE‑Agenten erschossen wurde.
Die politische Dimension verschärfte die Lage zusätzlich. Minaj hat sich in den vergangenen Monaten mehrfach öffentlich hinter Präsident Trump gestellt und war bereits wegen anti‑transgender Aussagen in der Kritik. Ihre Attacke auf Lemon wurde daher auch als Teil einer breiteren politischen Positionierung interpretiert.
Während die US‑Justiz inzwischen sowohl die Protestierenden als auch Lemon untersucht, bleibt Minaj online weiter aktiv und teilt Posts, die Lemon persönlich angreifen oder seine journalistische Integrität infrage stellen. | mit KI
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